Roger Smith: Blutiges Erwachen The Knife: Tomorrow, In A Year Tommy Jaud: Hummeldumm. Nick Cave: Der Tod des Bunny Munro Chari / Braatz: Undermensch
Freitag, 12. März 2010 | 05:06

Liebe TITEL-Leserinnen & Leser!

Starke Persönlichkeiten, starke Figuren, starke Duos und Trios - so gestaltet sich der heutige Donnerstag bei TITEL: Herzlich Willkommen dazu!

 

Viva la Vulva!

Hinter dem nüchternen Titel Das weibliche Geschlecht verbirgt sich kein Anatomiehandbuch für den Medizin-Grundkurs, sondern ein „ziemlich ungenierter“ Bildband, der nichts anderes zeigt als: Vulven. Das mag man als pornografisch oder zumindest als monothematisch erachten, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Diese Bildersammlung ist aus ästhetischen, politischen und didaktischen Gründen sehr wichtig, findet MARTIN BEYER.

 

Das Recht der Bilder betrachtet zu werden

Ästhetisch von berückender Wucht, motivisch geradewegs provozierend hermetisch – so könnte man das Oeuvre des großen deutschen Malers Max Beckmann (1884-1950) auf eine griffige kurze Formel bringen. Mit Uwe M. Schneedes neuer Monographie besitzt das kunstaffine Publikum nun endlich einen verlässlichen Führer durch die komplexe Bildwelt des Malers. Von SEBASTIAN KARNATZ

"Erklären Sie mir, warum ich ein Konzept-Künstler bin!"

Anlässlich der Retrospektive des Lebenswerkes von John Baldessari „Pure Beauty“, die nach der Tate Gallery in London, nun vom 11. Februar bis zum 25. April 2010 im Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA) in Barcelona zu sehen ist, hatte die Autorin Gelegenheit mit dem Künstler zu sprechen. Von MAGGIE THIEME

 

Die Frau, die ihr Zittern mit einer Krankheit verwechselte

 

Von der glamourösen Erfolgsschriftstellerin zu einem schlotternden Häuflein Elend – Siri Hustvedts neues Buch ist schonungslos offene Lebensbeichte, minuziöser Krankheitsbericht und wissenschaftliche Abhandlung in einem. Von INGEBORG JAISER

 

Verraten und verspielt

Indie meets HipHop: Das Duo Broken Bells vermag aus diesem musikalischen Zusammenstoß keine Funken zu schlagen. Von JÖRG VON BILAVSKY

 

Dampfer der guten Laune

Drei Hamburger Jungs rocken auf der Bühne ab. Postpubertär aber spaßig. Von JÖRG VON BILAVSKY

 

Soundgebete aus dem Sündenbabel

Ebenso unverzichtbar wie die literarische Erfindung des Warpantriebes für die schlüssige Erzählung im Bereich der Science Fiction, ist es für das Warp-Label, sich stets neu zu erfinden, um in andere Käufergalaxien vorzudringen. Von TOM ASAM

 

Wechselnde Perspektiven

Das mittlerweile fünfte Album der burgenländischen Band Garish ist vielleicht tatsächlich ihr schönstes geworden, weil es sowohl klug als auch leicht ist. Von TINA MANSKE

 

Freakfolk aus dem Reich der Pilze

Erstmalig verlässt Tara Burke für die Aufnahmen zu einem Fursaxa-Album die eigenen vier Wände, um mit anderen Musikern im Studio aufzunehmen. Und kehrt mit einem sehr interessanten Album zurück. Von TOM ASAM

 

Na, dann mal los ...

Der erste Band der Manara-Werkausgabe, in dem der Südtiroler Zeichner auf Federico Fellini trifft, präsentiert zwei eigenwillige, aber gelungene Zusammenarbeiten der beiden Legenden. Von JENS ESSMANN

 

Böser gut, alles gut

Der Abenteuercomic Alim der Gerber geht in die zweite und dritte Runde. MATTHIAS ROSS hat sich angeschaut, ob es sich lohnt, der Serie weiter zu folgen.

 

,,... suche mich unter deinen Schuhsohlen"

Quentin und Margo haben ihre Kindheit zusammen in Orlando verbracht. Quasi als Nachbarn. Sie waren neun Jahre alt, als sie gemeinsam einen Toten fanden. Und sie waren 18, als Margo plötzlich verschwand. Quentin macht sich auf die Suche. Von ANDREA WANNER

 

Verbalunterstützung für Liebende und Wutentbrannte

Eigentlich sind Liebe und Wut ja zwei Dinge, die sich schlecht unter einen Hut bringen lassen. Allerdings bedürfen beide Gefühlsregungen verstärkt des verbalen Ausdrucks - selbst schon in jungen Jahren. Hier wurde jetzt Abhilfe geschaffen für alle, die dabei dringend Unterstützung brauchen. Von BEATE MAINKA

 

Liebe TITEL-Leserinnen und -Leser

Diesmal in unserer Montagsausgabe: GISELA TRAHMS erkundet mit der neuen Literaturzeitschrift Randnummer das „lyrische Subjekt der Metropole“ und freut sich über die große Unterschiedlichkeit und Spannweite des gegenwärtigen lyrischen Sprechens. Die Arbeit von literarischen Übersetzern wird häufig gnadenlos unterschätzt, …

 

Wahrnehmungsstimuli

Literaturheft nennt sich diese neue Zeitschrift aus Hamburg, die tatsächlich das angenehme Format jener Hefte hat, in die wir unsere ersten Schriftkringel malten. Handlich ist sie, weder ein dünnes Nichts noch ein einschüchternder Ziegel, und besonders froh stimmt natürlich auch der völlig unelitäre Preis von vier Euro. Ein echtes Angebot nicht nur für Raucher, mal das Rauschmittel zu wechseln, meint GISELA TRAHMS.

 

Übersetzen ist eine darstellende Kunst

Es ist eine sehr unterschätzte Kunst: das Übersetzen. Oft lesen wir ein gutes Buch und freuen uns über die Sprache des Autors, selten wird uns bewusst, dass ein geschickter Vermittler die Strippen zieht, dass ein talentiertes Medium mit seinem ganzen Kopf- und Persönlichkeitseinsatz aus einem Original ein neues Original schafft. Weil das nicht deutlich genug gesagt werden kann, wird uns ISABEL BOGDAN von nun an immer wieder beiläufig oder auch hartnäckig daran erinnern. Zum Auftakt was Grundsätzliches: Der Übersetzer als Schauspieler.   

 

2000 Jahre Dekadenz

Jetzt also die Griechen. Man dachte ja eigentlich, Guido Westerwelle hätte die größten Schmarotzer des deutschen Gemeinwesens ein für allemal identifiziert - da kommen ihm die Leistungserschleicher aus der Ägäis in die Quere. Er kann einem wirklich leid tun: Die ganze schöne Rhetorik von Faulheit, Römern und Verfall - alles weggeblasen von der spätantiken Prasserei der Hellenen.

 

Sensationen

Christoph Leisten

marrakesch, djemma el fna

 

Vorgestellt von Christoph Wenzel

 

Voll abgekackt

Tommy Jaud präsentiert sich mit Hummeldumm auf der Höhe seines Schaffens. Mutig: Der schriftstellernde Komödiant schreckt auch vor kotigen Kalauern nicht zurück. Der Lohn seiner Mühen: Ein Blick auf die Spiegel-Bestsellerliste von oben. ULRICH NOLLER schaut in die Charts.

 

Eine Geschichte, kein Skalpell

Und die Nilpferde kochten in ihren Becken ist ein Schlüsseltext der Beat Generation. Es ist aber besser, das beim Lesen zu vergessen. Von JAN FISCHER

 

Von einem, der auszog, zuhause zu bleiben

Die Männer verachten ihn, die Frauen wollen nichts mit ihm zu tun haben. Timo gilt in seinem Heimatort als „Idiot“. Dann kommt der Krieg, und mit dem Krieg die Evakuierung. Doch Timo weigert sich, sein Dorf zu verlassen. Was kümmert einen Idioten die Territorialkämpfe seines Vaterlandes? Über Das Dorf der Wunder schreibt BRIGITTE HELBLING.

 

Proletenkind

Schon mit ihrem Vorgängerroman hat die ursprünglich als Lyrikerin bekannte Autorin eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die als Teufelsbraten verfilmt wurde. Nun folgt ein weiterer Abschnitt der Chronik einer hart erkämpften Bildung. Von INGEBORG JAISER

 

Wort, eine lausige Zufallshure

In welche Schublade soll man die Gedichte von SAID stecken? Tief geprägt ist er sicherlich von der Lyrik-Tradition seines Herkunftslands, in der die Poesie bis heute eine Popularität genießt, die bei uns überhaupt nicht mehr vorstellbar ist. Von CARL WILHELM MACKE

 

Liebes Samstag-ist-Krimitag-Publikum,

heute in Samstag-ist-Krimitag, dem Kriminalmagazin: THOMAS WÖRTCHE über den Shootingstar aus Südafrika, Roger Smith. CARLO SCHÄFER grübelt in seiner Krimischmiede über die Sinnfrage. NILS KURFÜRST begeistert sich über das Comic-Projekt Sleepers …

 

Miasmen am Kap

Roger Smith ist das südafrikanische Lieblingskind der internationalen Kriminalliteratur. Auch bei uns. Südafrikanische Kriminalliteratur ist sowieso in, auch wenn man nicht so genau weiß, warum. THOMAS WÖRTCHE hat sich den neuen Roman von Smith ganz genau angesehen.

 

Die Kä(ß)seglocke

Folgen Sie CARLO SCHÄFER in seine Krimischmiede, in der er auf dem Wahnsinn der Welt herumhämmert, auf dass die Funken sprühen. Regelmäßig alle 14 Tage … Heute begibt er sich auf die Sinnsuche.

 

Unmoralisch und grandios

Der vierte Band von Sleeper ist Abschluss von nicht weniger als einer der besten Comic-Serien aller Zeiten. Nun ist Sleeper auch auf Deutsch endlich komplett. NILS KURFÜRST gerät ins Schwärmen.

 

Masse schlägt Klasse

Viel zu oft wölken auch Kritiker interpretativ. Literaturkritik heißt aber auch Handwerkskritik. KLAUS KAMBERGER hat eine Stichprobe aus der ausgeuferten Produktion genommen und durch die Qualitätskontrolle laufen lassen.

 

Egomanisch, mit scharfem Verstand

Neulich hat uns DORIS WIESER den chilenischen Autor Roberto Ampuero in einem Interview vorgestellt. Nun ist sein Roman Der Fall Neruda erschienen. Hier die Rezension.

 

Kalaallit Nunaat - Ein Island-Krimi, der in Grönland spielt

Grönland ist die eigentliche Hauptperson in Yrsa Sigurðardóttirs neuem Roman – und nur deshalb lesenswert. Oder gerade deshalb! TANJA SIEG denkt über die gnadenlose Beliebtheit von Island-Krimis nach.

 

Spielball einer implodierenden Realität

oder Dunkler Gefährte – ein philosophischer Roman-noir

 

Jim Nisbet gilt vielen immer noch als ein Geheimtipp. Dabei hat der 1947 geborene Autor einiges vorzuweisen: Seine ersten drei Kriminalromane erschienen in der legendären Black Lizard-Reihe und der Noir-Roman Dark Companion wurde 2006 für den Hammett-Preis nominiert. Dieser ist jetzt in deutscher Übersetzung bei Pulp Master erschienen und bietet dem Leser eine hervorragende Möglichkeit, diesen bemerkenswerten Autoren kennen und schätzen zu lernen. CLAUS KERKHOFF feiert Buch und Autor.

 

Dialogschlacht in der Nachkriegszeit

Es gibt Dinge, für die muss man in der richtigen Stimmung sein. Sex zum Beispiel. Oder Charles Todd. Diese vollkommen inadäquate, reißerische und respektlose Analogie reicht übrigens noch weiter: Wenn man nicht in Stimmung dafür ist, wird es arg zäh. Aber manchmal kommt es dann doch noch ganz unverhofft zum Höhepunkt, und man schläft ein bisschen versöhnter ein. HENRIKE HEILAND war mutig …

 

Mord als Therapie

Über Schuld und Sühne kann man beliebig oft neu verhandeln. Das geht mal gut, mal weniger. Manchmal könnte man es aber auch lassen. JOACHIM FELDMANN hat so einen Fall bei seinen Streifzügen durch die überbordende Produktion gefunden.

 

Damons und Ismenens ...

 

von Johann Wilhelm Ludwig Gleim

TITEL - Kulturmagazin bringt jeden Montag, Donnerstag und Samstag Neuigkeiten aus Literatur, Krimi, Musik und Film.

 

        

Er war einer der bedeutendsten Schriftsteller Mexikos, ein luzider und unbestechlicher Intellektueller und ein engagierter Menschenrechtsaktivist: Der Schriftsteller Carlos Montemayor ist am Sonntag im Alter von 62 Jahren gestorben.

Die 6. Bestenliste des Weltempfängers

Die neue Ausgabe des Weltempfängers präsentiert Literatur aus Argentinien, Frankreich, Kolumbien, Nepal, Somalia, Südafrika und Vietnam. Im Einzelnen:

Herr und Knecht

Der Knast als Topos des Kinos. Audiards Experimente mit dem Setzkasten des Genres zeigen die Kehrseiten von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Von NICOLAS OXEN

Die Welt ist schlecht, ungelogen!

Mit Kinderliteratur hat dieser Pinocchio nicht mehr viel zu tun. Das Comic-Update des Klassikers ist Ausdruck einer düsteren, apokalyptischen Weltanschauung – und außerdem ...

Einen Platz bei Ringelnatz

Zwei opulente Hörbücher bringen den 2008 verstorbenen Dichter Peter Rühmkorf zum Swingen. Sie sind Trost und Trotz gegen den Tod, beweisen sie doch, wie stark Rühmkorf gewirkt ...

Immer 100-prozentig

In Großbritannien hat man sich bereits darauf verständigt, LoneLady zum nächsten großen Ding auszurufen, und warum auch nicht? Diese Musik ist ein Riesenversprechen. Von TINA ...

Raum und Zeit

Vom 40. Internationalen Forum des jungen Films bei der Berlinale berichtet THOMAS ROTHSCHILD

Jahr des weißen Backsteins

Das Jahr 2009 begann mit „Ruhm“ (Daniel Kehlmann) und endet mit Ruhm (Herta Müller). Dazwischen, im Sommer, verließ ein amerikanischer jest nach brillanter ...

urmusik

Jan Wagner
steinway

Vorgestellt von GISELA TRAHMS

Die Zukunft ist zurück!

Pünktlich zur Premiere von Metropolis erzählt uns ein opulenter Bildband, wie es bei einem 83 Jahre alten Film, den irgendwie schon jeder kennt, noch ...

Das System der Kunst

Kunstgeschichte als Institutionengeschichte. Heidenreichs populäre Diskursanalyse des Kunstsystems führt Künstler in das System ein, das sie erwartet und zeigt, wie es wurde, was es ...

Stets eine blutige Antwort parat

Bayonetta ist überwältigend, eine atemberaubende Farbenexplosion, eine Netzhaut transzendierende Erfahrung und … ein recht banales Videospiel. RUDOLF INDERST ...

Thomas Wörtche im Gespräch

ERIC FACON sprach mit Thomas Wörtche über die vielen Facetten der Kriminalliteratur, über essende und trinkende Ermittler, die Komik im Krimi und den perfekten Roman.

Funkelnde Klangkaskaden und lyrische Bilder

Vor Eifersucht ist keiner gewappnet. Auch Könige nicht. Nur sind die Konsequenzen dann gleich für das gesamte Reich verheerend, wenn der sonst gutmütige Herrscher sich zum ...