Käsebasierte Gottheit
Colfer ist also in die Fußstapfen von Douglas Adams getreten, Fußstapfen, die nach Ansicht vieler zu groß sind, als dass überhaupt jemand reinpassen könnte, Fußstapfen, so groß wie die Universen, die Douglas Adams erschaffen hat.
Es wäre sinnlos, auf den Plot einzugehen. Es ist einer dieser unzusammenfassbaren, typischen, verworrenen Adams-Plots: Am Anfang macht Colfer erst einmal Tabula rasa, versucht all das, was Adams an komplizierten Paralleluniversen zusammengebastelt hat, halbwegs logisch auf eine Realität zu beschränken, danach kommen Vogonen vor, eine käsebasierte Gottheit, Thor, zwei oder drei alternative Erden - das wären so ungefähr die Eckdaten.
Und übrigens noch was... ist ein trauriges Buch, eines, das von Verlust handelt. Man muss sich das vielleicht so vorstellen: Colfer steht am offenen Grab von Adams und hält eine Grabrede, in der er davon erzählt, wie witzig, wie toll, wie nett und bunt der Verstorbene war. Was er konnte und geleistet hat. Eine Grabrede ist eine Fußnote im Leben eines Menschen, lässt ihn kurzzeitig wieder auferstehen, macht den Verlust gleichzeitig schlimmer und weniger schlimm. Genauso liest sich das Buch: Als würde jemand sagen: Seht her, ich kannte ihn gut, lebendig machen kann ich ihn nicht.