Variationen über einen Klassiker
1. Herr Flick! Die SPD will Ihnen Ihre Villa im Tessin wegnehmen
2. Deutsche Arbeiter! Die SPD will Euch Eure soziale Sicherheit wegnehmen
Preisfragen:
Warum ist die erste Variation komisch und die zweite nicht?
Warum fällt Klaus Staeck weder das eine, noch das andere ein, wenn er beim SPD-Bundeskanzler mit Herrn Flick Brötchen isst?
Und würde es jemanden ernsthaft wundern, wenn statt „christdemokratisch“ auf dem folgenden Plakat Staecks „sozialdemokratisch“ stünde?
Antworten nimmt dankbar Thomas Rothschild entgegen.
P.S.: Mittlerweile ist der Sozialdemokrat Heinz Fischer zum Bundespräsidenten Österreichs gewählt worden. Wir gratulieren! Zugleich hat sein Freund und mein Liebling, der sozialdemokratische Spitzenpolitiker Caspar Einem, der es wissen muss, in der Tageszeitung
Die Presse zu Protokoll gegeben, was als negative Vergleichsnorm, als Maß „wirtschaftspolitischer Tatenlosigkeit“ zu gelten hat, nämlich der Sozialdemokrat Hans Eichel. Dem ehemaligen Ziehsohn Jörg Haiders und heutigen skandalumwitterten Finanzminister der schwarz-blauen österreichischen Regierung Grasser wirft Einem vor, dass er „ein bisschen (…) an seinen deutschen SPD-Amtskollegen zu erinnern“ beginne. Hier hören wir es aus berufenem Munde: Nichts ist schlimmer, als an einen SPD-Politiker zu erinnern, und sei es auch nur ein bisschen.
Zum Thema „Sozialdemokratie“ vergleiche:
Kategorischer Imperativ
Wer wird Bundespräsident?Der FortschrittAlles LügeVon Thomas Rothschild