V.A.: He Sings The Blues
28.07.2005
Rothschild's CD-Tipp:
Sänger
Empfehlenswert ist diese Kompilation, weil sie einige der besten Sänger aus dem Umkreis von Rock, Jazz, Country und Show vereint, in älteren, ganz alten und auch neueren Aufnahmen.
Man darf den Titel dieser Doppel-CD nicht zu genau nehmen. In anderen Worten: er ist schlicht irreführend. Es handelt sich hier nicht um den Blues im engeren Sinne. Und auch in einem weiteren Verständnis, mit Blick auf ein gewisses "feeling", passt diese Kennzeichnung nur für einige wenige von den 32 Stücken. Es sind langsame Songs. Und das war's dann auch schon. Aber vergessen wir die Worte auf dem Cover. Empfehlenswert ist diese Kompilation, weil sie einige der besten Sänger aus dem Umkreis von Rock, Jazz, Country und Show vereint, in älteren, ganz alten und auch neueren Aufnahmen.
Da trifft man auf Nat King Cole und Bobby Womack, auf Dean Martin und Sammy Davis jr. (leider nicht mit einer seiner besten Platteneinspielungen), auf Louis Armstrong (mit Streichern!) und Louis Prima, auf Willy Nelson (mit seinem Countryklassiker "Crazy", der soviel mit Blues zu tun hat wie der "Donauwalzer" mit einem Requiem) und Kenny Rogers, auf Ray Charles und Roy Orbison, auf Bryan Ferry und Joe Cocker, auf Dr. John und Dr. Hook. Im Gepäck haben sie zu einem großen Teil sehr bekannte Titel, oftmals in unorthodoxer Interpretation. Zu meinen Favoriten gehören Freddy King mit "Ain't No Sunshine", Dr. Hook mit "If Not You", Lou Rawls, einmal im Duett mit dem seelenverwandten Ray Charles, einmal solistisch mit seiner Interpretation eines Songs, den man in der Version von Ray Charles im Ohr hat, mit Hoagy Carmichaels "Georgia on My Mind" und - weder Blues noch Gesang: Chet Bakers Trompete.
Thomas Rothschild
V.A.: He Sings The Blues. EMI, 7243 8 73618 2 9.