Eine gewaltiger Sonderband, erschienen im Taschen Verlag, erzählt den Werdegang von Christo und Jeanne-Claude, deren individuelle, gemeinsame und künstlerische Biografien untrennbar verwoben sind. Über 700 Seiten dick und 16 Kilo schwer ist das einen halben Meter hohe Werk, das Projektaufnahmen, Privatfotos, Interviews und Zeittafeln zu einem außergewöhnlichen Schaffensporträt vereint. Werbung? Die auf 1000 Exemplare limitierte Sonderauflage kostet ebenso viele Euro. Wem der Blick unter die textile Verhüllung des Buches versagt bleibt, für den lohnt ein kurzer Blick auf den Autor.
Christo
...ist der Rufname von Christo Wladimirow Jawascheff.
Christo
...besitzt die amerikanische Staatsbürgerschaft, ist jedoch gebürtiger Bulgare.
Christo
...und Jeanne-Claude sind tatsächlich am selben Tag geboren, dem 13. Juni 1935.
„The work of art is a scream of freedom.“
(Christo)
Den Grund zu mieten, auf dem die Projekte entstehen, zähle zu den schwierigsten Aspekten ihrer Kunst, sagte Christo. Den von ihm und Jeanne-Claude verhüllten Reichstag kennt jeder. Doch er ist nur eine Facette von Christo und Jeanne-Claudes Schaffen, das die Künstler vollständig mit eigenen Mitteln finanzieren. „Nur das“, verriet Christo bei seinem jüngsten Berlin-Besuch, „garantiert uns absolute Freiheit. Wenn man mit dem Geld anderer arbeitet, übernehmen sie immer einen Teil der Kontrolle.“