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BAFF (Hg.): Ballbesitz ist Diebstahl

28.05.2004

 

Zu dröge. Leider.

Eher Nachschlagewerk als Essaysammlung

 

Anders als etwa Rüdiger Barths und Giuseppe Di Grazia grandioses Buch über „Die 10“ ist dies hier eher eine etwas dröge, politisch relevante Gutmenschenlektüre. Das ist zwar jetzt ein wenig gemein, doch in vielen Essays dieses Bandes geht die Ironie und der Witz, der doch die moderne Auseinandersetzung des Fans mit seinem Sport ausmacht, verloren. Vielmehr wird man über verschiedene Gruppierungen, Aktivitäten und Initiativen rund um den aufgeklärten Fußballfan aufgeklärt.

Das ist nicht schlecht, aber als Nachschlagewerk wäre das Buch sicherlich besser geeignet denn als Essaysammlung. Aber vielleicht muss man auch selbst das hier thematisierte Stadium des Fantums erreicht haben, um sich anhand der Texte orientieren zu können. Aus diesem Grund wäre ein Verriss an dieser Stelle auch nicht angebracht, denn der Informationscharakter der Publikation ist schon enorm hoch.

Doch verraten einzelne Essays/Standpunkte, etwa Philip Kösters kurze aber amüsante Rekapitulation der ersten Jahre von 11 Freunde, dass auch ein Publikum außerhalb der Fankurven anvisiert wird – und dafür ist das Buch einfach etwas zu dröge. Leider.

Sascha Seiler


Bündnis Aktiver Fußballfans B.A.F.F. (Hrsg.): Ballbesitz ist Diebstahl -
Fußballfans zwischen Kommerz und Kultur
Verlag Die Werkstatt 2004
Kartoniert. 254 Seiten. 12,90 Euro.
ISBN: 3-89533-430-8

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