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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 03:27

 

Jill Fullerton-Smith: Der Große Food Check

26.07.2007

 
Wahrheit hinter Essensmythen

Alles über die Wirkung von Rotwein, Schokolade, Kaffee und Spinat, über Body-Mass-Index, Diäten und Nährstoffe.

 

Fernsehzuseher wollen etwas live erleben, wollen virtuell am Bildschirm das echte Leben sehen. Echte Menschen, keine Schauspieler, eine Mischung aus Information, Lebenshilfe und Entertainment. Das ist seit Jahren bekannt. Die ProSieben-BBC-Koproduktion
„Galileo Spezial: Der große Food Check“ bedient genau diese Bedürfnisse des TV-Publikums.

Antwort auf viele Fragen
Darüber hinaus umfasst Food Check jedoch auch noch die Komponente des wissenschaftlichen Beweises. Alltagsmeinungen über das Essen werden wissenschaftlich überprüft und Fragen beantwortet: Ist Schokolade eine Liebesdroge? Welche Nahrungsmittel machen jung? Ist Kaffee ungesund? Wie kann man Kinder zu gesunder Ernährung verführen? Fördert Spinat die Sehkraft?
In ausgeklügelten Testszenarien werden Essensmythen hinterfragt. Mit dabei sind nicht nur Mediziner und Ernährungsberater sondern auch Kameras.

Essensmythen im Test
Einer Gruppe von Testpersonen soll innerhalb von zehn Tagen durch eine Steinzeitdiät der Cholesterinspiegel deutlich gesenkt werden, um zu sehen, ob sich unsere Vorfahren natürlicher und gesünder ernährt haben. Getestet wurde auch die Wirkung von probiotischen Joghurtdrinks, die krebshemmende Wirkung von Brokkoli, die Auswirkung eines Powerfrühstücks auf die schulische Leistung von Kindern, der Zusammenhang zwischen Vegetarismus und Körperkraft usw.

Gute Buchgestaltung
Eingebettet werden all diese Studien in leicht verständliche Einführungen, Begriffsklärungen, Tabellen und Ernährungstipps. Alles übersichtlich und gut gegliedert. Für alle, die es dann immer noch nicht begriffen haben, gibt es eine Zusammenfassung in Form von Merksätzen. Die Grafik erinnert ein wenig an populärwissenschaftliche Zeitschriften, mit Fotos aus ungewöhnlicher Perspektive oder in unüblicher Auflösung, mit poppigen Farben und ausdrucksstarkem Design.

Brauchbar!
Das Buch ist nicht nur inhaltlich interessant, sondern auch ansprechend gestaltet. Ein gutes Buch über Ernährung auch für jene, die sich nicht regelmäßig auf ProSieben den großen Food Check angesehen haben. Das Buch ist nicht einfach eine Dokumentation der Sendung, sondern ein eigenständiges Werk über die Wirkung von Nahrungsmittel. Leicht verständlich und interessant für LeserInnen ohne allzu viel Vorwissen.

Maria-Bernadette Ehrenhuber


Jill Fullerton-Smith: Der Große Food Check. Was Essen wirklich kann.
Aus dem Englischen von Bernhardt Kleinschmidt
Sachbuch
Gebundene Ausgabe, 272 Seiten, 19,90 Euro
Bloomsbury 2007
ISBN-10: 382700702X
ISBN-13: 978-3827007025

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