Die »Rational-Emotive Therapie« nach Albert Ellis sowie die »Kognitive Verhaltenstherapie« nach Beck sind von ihrem Ansatz her auch für Nicht-Therapeuten verständlich und nachvollziehbar. Werden diese neueren Formen der Verhaltenstherapie auch noch verknüpft mit buddhistischen Achtsamkeitstheorien, scheint der Weg auf dem Buchmarkt der Lebenshilferatgeber geebnet. Thomas Hohensee geht diesen Weg, und das sehr erfolgreich. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite zu empfehlen für alle, die sich selbst helfen wollen, die ihre Lebensprobleme selbst lösen wollen, die ihr Leben so gestalten wollen, dass die Probleme nicht mehr Besitz von ihnen nehmen, die von ihren Problemen nicht mehr überwältigt werden wollen.
Zu Beginn erklärt der Autor, was Gehirnwellen mit Entspannung zu tun haben und wie Entspannung, Aufmerksamkeit und Konzentration zusammenhängen. Dabei zitiert er neueste wissenschaftliche Studien und belegt die Wirkung von Entspannung nicht nur auf das subjektive Wohlbefinden, sondern – viel spannender – darüber hinaus auch auf die nachweisbaren Aktivitäten im Gehirn.
Von Buddha ist am Anfang noch wenig die Rede, einzig der Hinweis auf den Mittleren Weg bei der Erweiterung der Aufmerksamkeit nimmt zunächst den Buddha im Titel (und vor allem auf dem Cover!) auf. Doch zum Schluss spannt sich der Bogen ganz schön und Hohensee gelingt es, die Verbindung zwischen westlicher Verhaltenstherapie und östlicher Meditationspraxis herzustellen.