Bei den Musikern, die sich den Kompositionen von Kerkko Koskinen widmen, handelt es sich durch die Bank um bekannte Namen der finnischen Jazz-Szene. So sind etwa vier Fünftel des Five Corners Quintets, der größten Jazz-Erfolgsgeschichte des Landes, Bestandteil des Kerkko Koskinen Orchestra, unter anderem Jukka Escola an der Trompete. Allen voran jedoch die Lok Teppo »Teddy Rok« Mäkynen, der nicht nur an Drums und Percussion ein Fels in der Brandung ist, sondern auch als Produzent dafür sorgte, dass Koskinens Jazz-Train in der Spur bleibt und sicher ankommt. Vom Abschied nehmen und Ankommen, von Bewegung handelt das Album. Züge bewegen uns. Briefe bewegen uns auf eine andere Art. Sowohl mit Briefen als auch mit Zügen verbinden wir automatisch etwas Nostalgisches, Zeitloses, absolut passend zum grandiosen Big Band Sound des K.K.O. Der modern Jazz der 50er und 60er mit Soul Jazz-Anklängen wirkt vertraut und zeitgemäß zugleich. Besonderheiten wie das von Kerkko selbst gespielte Harpsichord oder das Verlesen zweier Briefe tragen dazu bei, Trains and letters mit Leichtigkeit über durchschnittliche Standard-Huberei zu heben.