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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 11:34

Cascao & Lady Maru: Gong! / Crookers: Dr Gonzo

01.12.2011

Gelbe Köpfe, grüne Körper

Ja, auch in Mailand oder Rom entstehen tolle Popalben. TOM ASAM präsentiert: Freaky Dance Music aus Bella Italia.

 

Bei Cascao & Lady Maru handelt es sich um ein römisches Electro-Projekt, dass sich in den drei Jahren seines Bestehens schon einen gewissen Ruf als lebhaftes, stets ordentlich einheizendes Duo erspielt hat. Man hört ihren schrägen, doch stets tanzbaren Tracks deutlich an, das sie sich intensiv mit den späten 70ern und frühen 80er auseinandergesetzt haben: kreativer Umgang mit dem Discoerbe und den musikalisch und intellektuell fruchtbaren No-Wave Ansätzen fließen hier mit ein. Ob beim mit schrägem Sax verzierten Burundance oder in Pink strobe light – hier zeigen sich knowlegde und skills gleichermaßen. Großartige Musik für Hirn, Herz und Beine. Empfiehlt sich zum Beispiel für Freunde des legendären ZE Labels. Grazie mille, Cascao & Lady Maru!

 

Bei Phra und Bot aka Crookers handelt es sich um zwei Soundbastler aus Norditalien, die sich in den letzten Jahren in Windeseile einen Namen geschaffen haben. Nach einem ersten Mixtape zwischen House und Rap kamen schnell Remixanfragen von Größen wie Armand Van Helden, Chemical Brothers oder Fat Boy Slim ins Haus. Ihr 2010er Album trug nicht umsonst den Titel Tons of friends, waren hier doch Namen wie Kelis, Roisin Murphy, Major Lazer oder – man staune – Metalikone Igor Cavalera (Sepultura) im Spiel. Auch auf Dr Gonzo versuchen sie sich mit dem Spagat, kommerzielle Popmusik mit dem Thrill aktueller Untergrund-Szenen zu verbinden. Dubstep und Grime finden hier in einer Form Einzug, die weitere Hörerschichten erreichen im Stande ist, ohne dass die Crookers in die Beliebigkeitsfalle tappen oder sich dem Ausverkauf preisgeben. Das Namedropping fällt diesmal etwas schmaler aus, mit dabei unter anderem Hudson Mohawke, Carli und Savage Skulls. Willkommen im Gonzo C.a.m.p.

 

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