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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 11:44

King´s Daughters & Sons: If then not when

15.12.2011

Noble Bande

Bei des Königs Kindern handelt es sich um eine fünfköpfige Truppe aus Louisville, Kentucky, die sich mit ihren Vertonungen düsterer Geistergeschichten und Mörderballaden für lange Winterabende empfehlen. Von TOM ASAM.

 

Arc of the absentees oder dead letter office heißen die Songs der Königskinder, vorgetragen im für Post-Rock-Bands typischen Wechsel aus ruhigen Passagen und gelegentlichen Ausbrüchen. Sie umschreiben die in Laut-Leise- Dynamik daherkommen, spärlich instrumentierten Gruselhäppchen als Mischung aus William Faulkner und Led Zeppelin. Die Theatralik von Zeppelin fehlt hier allerdings, die Songs auf If then not when kommen subtiler daher. Keine Note ist hier zu viel, und auch mit dem Luxus, drei Gesangsstimmen in der Band zu haben, wird nicht zu verschwenderisch umgegangen. Die Stücke fordern Aufmerksamkeit und konzentriertes Zuhören,  langsam entwickeln sie sich zu neuen Begleitern an kurzen Wintertagen. Wenn sie sich allzu sehr in den Gehirnwindungen verfangen haben, fällt dem Hörer vielleicht ein Romantitel von Faulkner ein: Schall und Wahn.

 



 

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