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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 11:50

Luise Pop: Time is a habit

12.01.2012

Studi-Pop

Österreich verfügt nicht nur über tierisch viele – nicht selten auch tierisch gute – Indiepopbands. Diese schmücken ihre Cover auch gerne mal mit tierischen Photos. Von TOM ASAM.

 

Vor ein paar Monaten ritten die drei Schwestern Sawoff in ungewohntem Stil gemeinsam auf einem Gaul in unsere Wohnzimmer. Nun sitzt Luise Pop ebenfalls auf einem Pferdchen – ob es sich bei der Reiterin um Sängerin/ Gitarristin Vera Kropf oder ihre Mitstreiterin Lisa Berger (Keys, Gesang) handelt, weiß man nicht, vermutlich um eine andere, uns unbekannte Dame. Die genannten Musikerinnen ergeben auf alle Fälle mit Drummer Martin Lehr zusammen das Trio Luise Pop, das es mit den Viechern hat. Auf Aufklebern steht der Bandname über einem schwarzen Kätzchen, und auf den Hund sind sie auch schon gekommen, was man merkt, wenn man genau aufs Cover schaut.

 

Aber zur Musik: Wie bei den Kolleginnen von Sawoff Shotgun setzen sie auf tanzbare Popsongs für den nächsten Studi-Club, überwiegend mit direkt und schnörkellos vorgetragenem Gitarrenpop mit der nötigen Portion Individualität. Und auch hier gibt es teils groovige Elektro-Hopper. Die ganz zwingenden Hits fehlen zwar und auch den direkten Charme von Shotguns Texten erreichen sie nicht ganz. Trotzdem handelt es sich bei Time is a habit um ein richtig ehrliches Stück Indiepop, das wie bei so vielen jungen österreichischen Bands frei von aufgesetztem Trendgekasper wirkt. Man hat einfach das Gefühl, hier jemanden genau dabei zuzuhören, was er gerne macht. Und das ist sehr viel.

 



 

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