Produzent und DJ-Wizzard Luciano, dessen 2009er Album Tribute to the sun in diversen Jahrespolls ganz vorne zu finden war, lässt einen hingegen von der ersten Sekunde seines Mixes die Lauscher aufstellen und mit den Hufen scharren. Vier kunstvoll ineinander verwobene Tracks läuten die Demonstration in perfekter, digitaler Mix-Kunst ein. Die melodiösen Tracks von Nicolas Jaar und Francesco Tristano werden unterfüttert vom Deep House eines Pepe Badrock sowie den technoiden Dubsounds von Moritz von Oswald, der in Tricksi´s At Les mündet, der wiederum fulminant von District One ergänzt wird. Perfekte Sound- und Rhythmus-Collagen bringen den Hörer in Verzückung, bis James Blakes Stimme ertönt und Raum für etwas Durchatmen schafft. Nach zehn wahnwitzigen Minuten steht nur noch die Deepbassline von Horrevortst. Spätestens jetzt ist jeder auf den Beinen und tanzt die nächste Stunde wie blöde zu Lucianos Powermix, der nun wieder komplexer wird und immer wieder für Glücksgrinser sorgt, mal ist der soulige Jamie Woon schuld, mal das Stuttgarter Talent MCDE. Großer Spaß.