Eli Pariser: Filter Bubble Aléa Torik: Das Geräusch des Werdens von Michael Ebmeyer Kathrin Hartmann: Wir müssen leider draußen bleiben Kennzeichen T - 28.04.2012 Nis-Momme Stockmanns Heimkehrstück "Der Freund krank" in Frankfurt uraufgeführt
Mittwoch, 23. Mai 2012 | 12:08

Speech Debelle: Freedom of speech

09.02.2012

Gut gesprochen

Rap mit Anspruch und Sogkraft für die Massen? Aber ja! Von TOM ASAM

 

Dass Speech Debelle bereits mit ihrem Debut Speech Therapy aus dem Jahre 2009 den Mercury Music-Preis abgeräumt hat, muss nicht unbedingt was über die Qualität aussagen, oder? Female Rap, der auf die große Pop-Hörerschaft abzuzielen scheint – nicht jedermanns Sache. Aber Speech Debelle kriegt euch alle! Auf ihrem zweites Album Freedom of Speech schafft sie scheinbar mühelos so manchen Spagat. Debelle verfügt über ein untrügliches Gespür für die richtige Mischung aus fettem Pop und den nötigen Überraschungsmomenten und Widerhaken. 

 

Die 28-jährige Londonerin rapt los wie der Teufel, bringt persönliche wie selbstkritische (»I guess I´m in love with my own selfishness and I´m sitting here acting like it´s selflessness…« (Elephant) und politische Statements (»Sometimes you need to blaze up a fire«) unpeinlich, kraftvoll und glaubwürdig zusammen. Auch wie Handgemachtes und programmierte Beats hier harmonisch ineinandergreifen, ist alles andere als alltäglich. Frische Sounds, fette Beats – Produzent KWES hat sich hier ein weiteres Empfehlungsschreiben ausgestellt! Ob es Richtung energischen HipHop-Beat oder Pophmyne mit R´n´B-Touch geht, Speech Debelle überzeugt über die Strecke von zwölf Songs uneingeschränkt. Wenn wir diesen Namen künftig nicht noch deutlich öfter hören werden, fress´ ich einen Besen.

 

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Verstaubt ohne Ende

Bullenklatschen ist ein irreführender Titel, aber er provoziert – das ließe sich genauso über den Film sagen. Provozierend das Personal: eine Anarcho-Fete. Jedenfalls ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Gegen die Dominanz des Beliebten

Nach Amazon (1997) und Google (2004) geht nun mit Facebook das dritte Internet-Schwergewicht an die Börse. Häufig liegen die drei Unternehmen mit der Entwicklung neuer Techniken ...

»Scheißwald,
Scheißnatur, ey!«

Leicht grenzwertig diesmal, möchte man meinen. Setzt das gewöhnliche Schema von Mord, Aufklärung, Festnahme etwa Schimmel an? Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) geht dem Hinweis auf ...