In den letzten Jahren sah sich Boychuk innerhalb seines Produzentenduos kreativ in der Sackgasse und beschloss den Alleingang. Nun scheint Minimal nicht unbedingt geeignet, um sich kreativ auszutoben, sind die Ausdrucksmittel des Genres seinem Namen entsprechend eher beschränkt. Doch auch auf ausgetretenen Pfaden kann man mit neuen Schuhen noch Abdrücke hinterlassen. Der Hobo geht stetig und nicht zu hastig. Die Szenerie ist stellenweise durchaus düster, abwechslungsreiche Soundeffekte und Hall sorgen für Aufmerksamkeit. Auf Extreme verzichtet Hobo, ein großer Spannungsaufbau über das Album findet auch nicht statt. Das Besondere sind die kleinen Schlenker innerhalb der Songs, die feinen Klicks und Schabsounds, welche die perkussiven Grundgerüste umgeben. Ob es 75 Minuten hätten sein müssen, weiß ich nicht, in Häppchen genossen ist das eiserne Dreieck jedenfalls zu empfehlen.