Das 2009er Album Reservoir der Londoner Fanfarlo fiel nicht nur durch das Cover auf (zwei Frauen, eine mit Weidenkorb in der Armbeuge, die andere mit einer seltsamen Vogelmaske) – auch musikalisch blieben sie in guter Erinnerung. Schöne Indiepop-Melodien wurden mit Mandoline und Glockenspiel leicht – aber nicht seicht – garniert aufgetischt. Auf Rooms with light schaffen es Fanfarlo, zudem Synths und Sampler sanft ins Klangbild zu integrieren. Sie sind nicht die ersten, die die Einfachheit eines schönen Popsongs mit Hilfe experimenteller Instrumentation und Studiotechnik verbinden wollen. Eine Gradwanderung, die gerne auch in die Hose geht – oder zu offensichtlich Brian Wilson hinterher hechelt. Passiert hier beides nicht, Rooms filled with light bringt wirklich Frühlingslicht in die Bude und präsentiert eingängige und gleichzeitig detailverliebte Popsongs, welche bei aller Verehrung von aktuellen Rolemodels wie The Shins und Arcade Fire, versuchen, eine eigene Duftnote zu verbreiten. Das Coverphoto ist diesmal nicht nur interessant, sondern schlicht großartig.