Friend ´n Fellow - das sind die Sängerin Constanze Friend und der Gitarrist Thomas Fellow. Auf zwei schön ausgestatteten CDs stellen sie jetzt Ausschnitte aus ihrem Repertoire vor, live aufgenommen bei zwei Konzerten in Weimar.
Friend ´n Fellow sind virtuose Musiker. Aber ihre Virtuosität gibt sich niemals aufdringlich. Ihre Musik kommt mit spielerischer Leichtigkeit daher, mit einem sympathisch bescheidenen Gestus, den sich das Duo über zwölf Jahre hinweg bewahrt hat. Vielleicht ist es dieser Verzicht auf das übliche Getöse, was ihm bislang den verdienten ganz großen überregionalen Erfolg vorenthalten hat.
Den Großteil seines Materials schreiben sich Friend und Fellow selbst. Daneben interpretieren sie auf den vorliegenden CDs solche Hits wie
Black Night von Deep Purple,
Can't Buy Me Love von den Beatles,
I Still Haven't Found What I'm Looking For von U2, Steve Millers
Fly Like An Eagle oder J.J. Cales
Cajun Moon. Dazu gehört Mut. Denn wir alle haben die Originalversionen im Ohr. Friend ´n Fellow tun das Einzige, was man da vernünftigerweise tun kann: Sie imitieren nicht, sondern schaffen ihre ganz eigenen Varianten, weit entfernt von Sound und Arrangement der Originale.
Grandma's Hands von Bill Withers singt Constanze Friend a cappella, in den Spuren von Bobby McFerrin. Sie und ihr Partner vertrauen auf ihre Qualitäten: auf Constanze Friends bewegliche, die Register wechselnde warme, ausdrucksvolle Stimme und auf Thomas Fellows an der klassischen Gitarre orientiertes, aber jazzbeschwingtes Spiel.
Der intimen Musik entspricht der intime Rahmen, dessen Atmosphäre de Live-Aufnahmen suggestiv einfangen. Musik bemisst sich nicht in Decibel.
Thomas Rothschild
Friend ´n Fellow:
live. Ruf 1062