Hans Arthur Marsiske: Kriegsmaschinen Aléa Torik: Das Geräusch des Werdens von Michael Ebmeyer Joy As A Toy: Dead As A Dodo Kennzeichen T - 28.04.2012 Nis-Momme Stockmanns Heimkehrstück "Der Freund krank" in Frankfurt uraufgeführt
Mittwoch, 23. Mai 2012 | 12:25

 

Wolfgang Buck: nedsulaud & Sambesi

01.04.2004


Witzig ernst

Botschaften in sprachlich anspruchsvollen Texten und schlichten Melodien.


 

Es ist ja einfach nicht wahr, dass es keine politischen Liedermacher mehr gibt. Es gibt nur wenig gute Liedermacher, und für die existiert kaum mehr eine Öffentlichkeit. Die totale Marktwirtschaft hat unser Kulturleben fest im Griff.

Wolfgang Buck hat seit 1988 nicht weniger als sieben CDs aufgenommen. Er hat etwas mitzuteilen. Aber er ist kein besserwisserischer Prediger, kein konformistischer Bekenner. Der Sänger aus Franken bringt seine Botschaften in sprachlich anspruchsvolle Texte und schlichte, aber anheimelnde Melodien, lokalisierbar irgendwo zwischen Haindling und Stoppok. Er weiß, dass singbare Stellungnahmen nicht bloß daherholpern dürfen, dass auch ihre lautliche Qualität von Bedeutung ist. Seine Themen drängen sich täglich auf, aber er macht erst Lieder daraus. Seine Zwischentexte sind pointiert, aber nicht um jeden Preis komisch. Man spürt stets den Ärger, den er in ihnen zähmt. Guter Witz, das wird bei Buck deutlich, ist eine sehr ernste Angelegenheit.

Wolfgang Bucks jüngste CD nedsulaud wurde live aufgenommen. Wer den satten Studiosound bevorzugt und aufwendigere Arrangements, sei auf die vorausgegangene CD Sambesi verwiesen, in deren Beiheft auch die – allerdings nicht allzu schwer verständlichen – Dialekttexte abgedruckt sind.

Und warum derlei im Radio nicht vorkommt, das beantwortet Wolfgang Buck selbst in seinem Song di soß. Es wird nichts ändern. Aber man sollte es zur Kenntnis nehmen.

Thomas Rothschild


Wolfgang Buck: nedsulaud. CAB-512
Wolfgang Buck: Sambesi. CAB-508

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Verstaubt ohne Ende

Bullenklatschen ist ein irreführender Titel, aber er provoziert – das ließe sich genauso über den Film sagen. Provozierend das Personal: eine Anarcho-Fete. Jedenfalls ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Gegen die Dominanz des Beliebten

Nach Amazon (1997) und Google (2004) geht nun mit Facebook das dritte Internet-Schwergewicht an die Börse. Häufig liegen die drei Unternehmen mit der Entwicklung neuer Techniken ...

»Scheißwald,
Scheißnatur, ey!«

Leicht grenzwertig diesmal, möchte man meinen. Setzt das gewöhnliche Schema von Mord, Aufklärung, Festnahme etwa Schimmel an? Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) geht dem Hinweis auf ...