The Brazz Brothers: aquarium
13.02.2004
Unterwasserbläser
Tanzmusik von einem Bläserquintett plus Schlagzeug mit leichten Irritationen liefern die Brazz Brothers aus Norwegen. Für ihre höchst amüsante CD aquarium haben sie sich ans Meer begeben, und die neun Titel nach einer atmosphärischen Einleitung tragen daher die Namen von Meerestieren. Die Musikstücke, die sich mal Schlagerchorälen nähern, mal jazziger daherkommen, werden von geheimnisvollen Unterwassergeräuschen eingerahmt. Die Spielfreude ist den fünf Bläsern, die mit zwei Familiennamen auskommen, anzumerken, und ihre Musik gibt sich so schräg wie die Schreibeweise Brazz. Einmal mehr kann man sich davon überzeugen, dass Blasmusik anders klingen kann als Marsch- und Militärmusik.
Wer das Sogenannte Linksradikale Blasorchester mochte oder das Art Ensemble of Chicago sollte auch an den Brazz Brothers seinen Spaß haben, obgleich sie eher populär als sophisticated daherkommen. Intelligenten Witz haben sie allemal. Und, wir sagten es zu Beginn: zu dieser Musik lässt sich vorzüglich tanzen.
Thomas Rothschild
The Brazz Brothers: aquarium. Laika 3510179.2