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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 12:58

 

The Harold Arlen Centennial Celebration

14.04.2005

Rothschild's CD-Tipp

Happy Birthday!


Anlässlich des 100. Geburtstags von Harold Arlen am 15. Februar 2005 hat Concord Jazz eine Doppel-CD herausgebracht, auf der einige der ganz großen Namen des Jazz dem Meister ihre Reverenz erweisen.

 

Sie kennen natürlich "Over The Rainbow", diesen verführerischen Song, den Judy Garland vor 66 Jahren im Film "The Wizard Of Oz" vorgestellt hat und den seither unzählige Interpreten gesungen oder instrumental bearbeitet haben. Aber könnten Sie den Namen seines Komponisten nennen? Mag sein, dass "Over The Rainbow" Volksliedcharakter angenommen hat, und das wäre ja ein Kompliment. Aber das gilt auch für viele Schubert-Lieder, und doch weiß man, dass Schubert sie komponiert hat. Dass die Namen einiger wirklich bedeutender Komponisten aus dem so genannten U-Bereich vergessen sind, ist umso ärgerlicher, als andere Namen von mediokren Talenten ständig erwähnt werden.

Zurück also zu "Over The Rainbow". Der Komponist heißt Harold Arlen, und er hat außer "Over The Rainbow" so populäre Titel geschrieben wie unter anderem "That Old Black Magic", "Blues In The Night", "Let's Fall In Love", "Come Rain Or Come Shine", "It's o­nly A Paper Moon", "Stormy Weather" oder "Between The Devil And The Deep Blue Sea".

Anlässlich des 100. Geburtstags von Harold Arlen am 15. Februar 2005 hat Concord Jazz eine Doppel-CD herausgebracht, auf der einige der ganz großen Namen des Jazz dem Meister ihre Reverenz erweisen.

Echte Entdeckung


Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1951-2002. Sie sind weniger veraltet als das meiste, das vor 50 Jahren im E-Sektor geschrieben wurde. Zugegeben: "That Old Black Magic" hätte ich am liebsten von Sammy Davis jr. gehört, aber die Version von Carol Sloane ist eine echte Entdeckung. Wer nicht gewusst hat, was für eine vorzügliche Jazzsängerin Rosemary Clooney ist, höre sich ihre Interpretation von "Any Place I Hang My Hat Is Home" an. Die Musiker, die die Sängerinnen und Sänger begleiten sind, wie man in Wien sagt, "auch keine Hund'" - zum Beispiel Max Roach oder Sonny Rollins bei Abbey Licoln, Maynard Ferguson bei Diane Schuur oder Ed Bickert bei Rosemary Clooney.
Die zweite CD enthält ausschließlich Instrumentalversionen. Zu den Höhepunkten der insgesamt atemberaubenden 25 Titel des Arlen-Pakets gehören das Miles Davis Quintett von 1951 mit "It's o­nly A Paper Moon", das Pianosolo "I've Got The World o­n A String" von Art Tatum, Oscar Peterson an der Orgel im Dialog mit dem Trompeter Roy Eldridge in "Between The Devil And The Deep Blue Sea" und die knapp acht Minuten lange Version von "Get Happy" mit Dizzy Gillespie und Jon Faddis (tp), Milt Jackson (vibes), Monty Alexander (p), Ray Brown (b) und Jimmie Smith (dr).

Thomas Rothschild


V.A.: Get Happy. The Harold Arlen Centennial Celebration.
Concord Jazz, CCD2-2281-2 (Vertrieb: in-akustik).

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