Eli Pariser: Filter Bubble von Michael Ebmeyer Kathrin Hartmann: Wir müssen leider draußen bleiben Joy As A Toy: Dead As A Dodo Kennzeichen T - 28.04.2012 Nis-Momme Stockmanns Heimkehrstück "Der Freund krank" in Frankfurt uraufgeführt
Mittwoch, 23. Mai 2012 | 13:13

 

The Judy Garland Show

03.03.2006

Rothschild's CD-Tipp:

Ein Star

Sie ist eine Legende wie nur noch wenige Frauen. Ihre tragische Biographie konnte das Bild nicht zerstören, das sie in unserem Gedächtnis hinterlassen hat.

 

Es ist im Showbusiness nicht anders als in der Politik: man nimmt das Maul voll, und weil immerfort grandios angekündigt wird, was dann doch nicht eingelöst werden kann, hat sich eine nicht immer gesunde Skepsis breitgemacht. Man misstraut den großen Worten und jenen, die sie äußern.

Tag für Tag kündigen uns halbseidene Moderatoren und Talkshow-Master irgendwelche angeblich außerordentlichen Entertainer an, bemühen sie Superlative und eine permanente gute Laune, um dann Hampelmänner und -frauen vorzuführen, die man dann mitsamt ihren "künstlerischen" Hervorbringungen innerhalb von einer Saison wieder vergessen hat. Vor diesem Hintergrund muss es schon etwas bedeuten, dass auch heute noch jeder einen Song kennt, der vor 66 Jahren das Licht der Welt erblickte, und dessen längst tote Interpretin im „imaginären Museum“ einer internationalen Gemeinde präsent ist, als gehörte sie zur Familie. Die Rede ist von "Over The Rainbow" aus dem Film "The Wizard of Oz" und von der wunderbaren Judy Garland. Sie ist eine Legende wie nur noch wenige Frauen. Ihre tragische Biographie konnte das Bild nicht zerstören, das sie in unserem Gedächtnis hinterlassen hat. Es ist lebendiger als das ihrer ebenfalls berühmten Tochter Liza Minelli. Judy Garland war tatsächlich ein Jahrhunderttalent auf ihrem Gebiet.

Jetzt gibt es auf drei DVDs einen Leckerbissen für Fans: die Judy Garland Show mit diversen Gästen, allen voran die damals noch langhaarige Tochter Liza und Barbra Streisand, vor allem aber mit der Gastgeberin eben. Es bedarf keiner epileptischen Zuckungen und auch keiner depperten "Balletteinlagen", wenn Judy Garland "Come Rain Or Come Shine" singt oder "Just In Time" und natürlich, ganz am Schluss, "Over The Rainbow". Groteske Komik wird sparsam eingesetzt. Da benötigt man – sieht man von einer sehr amerikanischen Konzession an Weihnachten ab – keinen Ausstattungskitsch und keine Üppigkeit, die von mangelndem Talent ablenken soll. Judy Garland singt: das ist Show genug.

Thomas Rothschild


The Judy Garland Show. Cascade, 85000 (Vertrieb: in-akustik).

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Verstaubt ohne Ende

Bullenklatschen ist ein irreführender Titel, aber er provoziert – das ließe sich genauso über den Film sagen. Provozierend das Personal: eine Anarcho-Fete. Jedenfalls ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Gegen die Dominanz des Beliebten

Nach Amazon (1997) und Google (2004) geht nun mit Facebook das dritte Internet-Schwergewicht an die Börse. Häufig liegen die drei Unternehmen mit der Entwicklung neuer Techniken ...

»Scheißwald,
Scheißnatur, ey!«

Leicht grenzwertig diesmal, möchte man meinen. Setzt das gewöhnliche Schema von Mord, Aufklärung, Festnahme etwa Schimmel an? Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) geht dem Hinweis auf ...