Al Di Meola: Consequence Of Chaos
18.10.2006
Rothschilds CD-Tipp:
Der Chick Corea der Gitarre
Wer lateinamerikanische Rhythmen liebt, aber auf Abwechslung in der Melodie nicht verzichten möchte, ist bei Al Di Meola an der richtigen Adresse.
Al Di Meola hat für die Gitarre getan, was Chick Corea auf dem Klavier gelang: er hat die spanische und lateinamerikanische Musik in den Jazzrock integriert. Man könnte Carlos Santana als Pionier ins Gespräch bringen, aber Di Meolas Gitarre ist jazziger, komplexer, eben näher dran an Chick Corea, Joe Zawinul oder John McLaughlin.
In den vergangenen Jahren hat man wenig gehört von Al Di Meola, und seine jetzt erschienene CD macht deutlich, dass es bei ihm keine Entwicklung gegeben hat, wohl auch nicht geben sollte. Er ist dem Stil treu geblieben, mit dem er einst aufhorchen ließ und der in der Tat nichts von seinem Reiz eingebüßt hat. Wer lateinamerikanische Rhythmen liebt, aber auf Abwechslung in der Melodie nicht verzichten möchte, ist bei Al Di Meola an der richtigen Adresse. Alle Stücke der CD hat der Gitarrist selbst geschrieben. Dass er sich vorzügliche Mitmusiker geholt hat, lässt sich erwarten. Chick Corea gehört dazu, auch Steve Gadd am Schlagzeug. Und dass Al Di Meola aus seiner Gitarre einen betörenden Klang hervorzaubert, dass es technisch keine Mängel gibt, trägt zum ungetrübten Vergnügen bei.
Thomas Rothschild
Al Di Meola: Consequence Of Chaos. Telarc, CD-83649 (Vertrieb: in-akustik).