Wenn Van Morrison seine Favoriten verrät, dann gibt es darunter, wen wundert’s, reichlich Blues. Die Jukebox mit den Songs, die „den Mann inspiriert haben“, ist ein absolutes Muss für alle Van Morrison-Fans und darüber hinaus eine Kompilation von seltenem Niveau. Diese CD enthält keinen einzigen Durchhänger. Hat man sie zu Ende gehört – es sind immerhin 25 Titel –, möchte man sie sogleich wieder von vorne abspielen. Das Beste vom Besten ist da vereinigt: Leadbelly mit seinem Alltime-Hit „Midnight Special“ und der Skiffle-König Lonnie Donegan mit „Rock Island Line“, Sonny Terry & Brownie McGhee mit „Sittin’ on The Top Of The World“ und Muddy Waters mit „I Just Want To Make Love To You“, T. Bone Walker mit “Stormy Monday” und Big Joe Williams mit “Baby Please Don’t Go”, Louis Armstrong mit dem unsterblichen “Saint James Infirmary Blues” und Ray Charles mit “I Got A Woman”, Louis Jordan mit “Let The Good Times Roll” und “Caldonia” und Jimmy Witherspoon mit “Times Gettin’ Tougher Than Tough”, John Lee Hooker mit “Boogie Chillen” und Sonny Boy Williamson mit “Good Morning Little School Girl”. Der frühe Rock’n’Roll ist mit Gene Vincents halliger Aufnahme von “Be-Bop-A-Lula” vertreten.
Dass Van Morrison dem Jazz im engeren Sinne viel verdankt, belegt er nicht nur mit Cab Calloways beliebtem, weil witzigen „Minnie The Moocher“, sondern auch mit Charlie Parkers in neue Regionen vorstoßendem „Ko Ko“. Auch Jelly Roll Morton, B.B. King und die Countrysänger Hank Williams und Jimmy Rodgers liefern je einen Beitrag. Wie gesagt: 72 Minuten puren musikalischen Genusses. Van Morrison ist einer der Größten. Seine Jukebox zeigt, wo er es her hat.
Thomas Rothschild
Various: Van Morrison’s Jukebox. The Songs That Inspired The Man. Chrome Dreams, CDCD5017 (Vertrieb: in-akustik).
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