von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Eli Pariser: Filter Bubble Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Mittwoch, 23. Mai 2012 | 17:35

 

F. Heibert & Finkophon Unlimited: The Best Thing On Four Feet

09.08.2007

Rothschild's CD-Tipp:

Roman in Liedern
Ein Kuriosum: Die (englischen) Songs, deren Texte Heibert geschrieben hat, basieren auf seinem (deutschen) Roman „Kombizangen“.

 

Gemeinhin können wir Jazzgesang an stimmlichen Besonderheiten identifizieren. Die Ideale des Belcanto gelten nicht für die Musik, die ihren Ursprung im Blues hat. Aber es gibt Sängerinnen und Sänger, die nicht durch das Timbre ihrer Stimme, sondern allein durch die Phrasierung für das Jazzfeeling sorgen. Frank Heibert ist einer von ihnen. Sein Gesang erinnert ein wenig an Mose Allison, ist stark gestisch, eher ironisch als emotional.

Die CD aber, die er vorlegt, ist ein Kuriosum. Die (englischen) Songs, deren Texte Heibert geschrieben hat, basieren auf seinem (deutschen) Roman „Kombizangen“. Er hat sozusagen Motive des Romans transformiert. Dass daraus tatsächlich Jazzsongs wurden, verdankt sich vor allem den abwechslungsreichen Vertonungen von Thomas Finke, der zudem als Pianist, begleitet von Roland Fidezius am Bass und Beni Reimann am Schlagzeug, vorzüglichen und nun wirklich astreinen Jazz anbietet. „The Best Thing o­n Four Feet" gehört zu den ungewöhnlichsten Veröffentlichungen der jüngsten Zeit und sei den neugierigen Hörern wärmstens empfohlen.

Thomas Rothschild

Frank Heibert & Finkophon Unlimited: The Best Thing o­n Four Feet. Laika, 3510213.2 (Vertrieb: Rough Trade).
Reinhören bei Amazon

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Verstaubt ohne Ende

Bullenklatschen ist ein irreführender Titel, aber er provoziert – das ließe sich genauso über den Film sagen. Provozierend das Personal: eine Anarcho-Fete. Jedenfalls ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Gegen die Dominanz des Beliebten

Nach Amazon (1997) und Google (2004) geht nun mit Facebook das dritte Internet-Schwergewicht an die Börse. Häufig liegen die drei Unternehmen mit der Entwicklung neuer Techniken ...

»Scheißwald, Scheißnatur, ey!«

Leicht grenzwertig diesmal, möchte man meinen. Setzt das gewöhnliche Schema von Mord, Aufklärung, Festnahme etwa Schimmel an? Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) geht dem Hinweis auf ...