Diknu Schneeberger spielt die Jazzgitarre des Swing in der Tradition von Django Reinhardt – und wie! Sogar sein Repertoire erinnert an das große Vorbild. Und es erweist sich, dass diese Musik nichts weniger als museal wirkt. Die Leichtigkeit, die Virtuosität, auch das Tempo, das Zusammenspiel von Lead- und Rhythmusgitarre, also von Melodie und Akkorden, sie haben nichts von ihrem Reiz und ihrer Lebendigkeit verloren. Die zweite Gitarre spielt Schneebergers Lehrer Martin Spitzer, den Kontrabass Diknus Vater Joschi Schneeberger, und die Musik des Trios klingt wie aus einem Guss, perfekt, aber keineswegs seelenlos. Diknu Schneeberger verleugnet den großen Django nicht, aber er beschränkt sich auch nicht auf bloße Cover-Versionen, sondern entwickelt ein eigenständiges Improvisationsvermögen. Zum Einstieg seien aus den vierzehn Stücken die Evergreens „Some Of These Days“ und „Sweet Georgia Brown“, Carlos Santanas „Moonflower“, Stochelo Rosenbergs „For Sephora“ und „Hungaria“ von Django Reinhardt empfohlen.
Thomas Rothschild
Diknu Schneeberger Trio: Rubina. City Park, CIPA-3022-2 (Vertrieb: Edel)
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