Jazz in kleinen Formationen: sein Reiz liegt im Dialog, in der Art und Weise, wie Instrumente aufeinander eingehen, sich auf einander beziehen, im Solo, im Duo und auch im Ensemblespiel. Das hat die Combo um den Saxophonisten Stefano Di Battista begriffen. Man höre sich „The Jody Grind“ an, den beliebten Titel von Horace Silver, einen Klassiker des „funky Jazz“. Hervorgehoben sei die Gitarre von Russell Malone. Hinzu kommen Fabrizio Bosso an der Trompete, Baptiste Trotignon an der Hammondorgel, Eric Harland am Schlagzeug und, bei einzelnen Aufnahmen, Nicola Stilo an der Flöte und Eric Legnini am Klavier. Di Battista mag den Funk. Neben Horace Silver erweist die CD auch Bobby Timmons („This Here“) und dem Gitarristen Kenny Burrell Reverenz, die übrigen Titel stammen von Di Battista selbst. Diese Musik kommt ohne Schnörkel und Effekthascherei daher. Sie biedert sich keinem Zeitgeschmack an und schielt nicht nach dem Poppublikum. Sie vertraut auf rhythmische Präzision und auf Drive, auf jene Elemente also, die den Jazz von Anfang an ausgezeichnet haben.
Thomas Rothschild
Stefano Di Battista: Trouble Shootin’. Blue Note, 509995029112 0 (Vertrieb: EMI).
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