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Dienstag, 07. September 2010 | 16:23

Dadawah: Love and Peace

29.07.2010

Akribisch karibisch

Nicht alle haben Lust und/oder finanzielle Mittel um den wohlverdienten Urlaub unter karabischen Palmen zu verbringen. Mit der richtigen Vorbereitung kommt man dem chilligen Urlaubsfeeling aber auch am heimischen Baggersee nahe! Von TOM ASAM

 

Der Jamaikaner Ras Michael aka Dadawah war schon in jungen Jahren ein Meister des hand-drumming und gründete Mitte der 60er-Jahre eine Gruppe von Sängern und Trommlern mit dem Namen Sons Of Negus Churchical Host. Die Musik war religiös-spirituell geprägt und schien zunächst wenig kommerzielle Verwertbarkeit zu besitzen. Ras Michael war jahrelang als Sessionmusiker im legendären Studio One tätig. Erst 1974  erschien ein Album unter seinem Namen. Love and Peace orientiert sich zunächst an traditionellen Nyabinghi-Chants – wobei die Nyabinghi eine Ausformung (Mansion) der Rastafari Bewegung sind. An der Stelle sei erwähnt, dass eine tiefere Kenntnis der Materie natürlich nicht nötig ist, um die gebotene Musik zu genießen.

 

Da-Da-Wah, du liebst mich schon, ich lieb dich auch!

Allerdings gilt zu beachten, dass auf Basis der erwähnten traditionellen Musik hier kein Vorstoß in Richtung  eingängiger Reggaemusik , wie man sie von Bob Marley oder Peter Tosh kennt, gemacht wird. „Love and Peace“ eröffnet sich wohl am schnellstem dem Dub-geschulten Ohr, wobei hier eine besondere, psychedelisch-abgefahrene und zugleich tiefenentspannende Stimmung vorherrscht. Die vier, zwischen acht und zwölf Minuten langen, Stücke lassen augenblicklich vergessen, dass einem in der Ruhrpott-Karibik oder am bayrischen Meer eher Hagelkörner als Kokosnüsse auf die Birne knallen. Statt „auf die Birne“ bietet sich natürlich auch eher „in die Birne an“, und so wird jeder, der sich für die Variante „love and peace im Ohr und ein gutes Rumgetränk bzw. entsprechendes Rauchwerk zur Hand“ entscheidet, mit einem Grinsen im Gesicht auf die Heimreise machen!

 

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