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Freitag, 10. September 2010 | 19:41

Customs: Enter The Characters

29.07.2010

Ganz nah am Kunden

Vom Erfolg einer Single auf Studio Brussels und den positiven Resonanzen der User der belgischen Website Vi.be überrascht, legen die 4 Belgier mit Enter The Characters ein sehr abgeklärt klingendes Debüt vor. Von DAVID EISERT

 

Vor gut einem Jahr hatten die Herren Kristof Uitterbroek, Joan Govaerts, Ace Zec und Jelle Janse noch nicht einmal Bühnenluft geschnuppert sondern nur im Proberaum zusammen musiziert und mehr aus Verlegenheit ihr Bandprofil bei Vi.be ins Netz gestellt. Und dann wurde ihr Song Rex via Radio von den Fans in Benelux entdeckt. Diese wollten und wollen immer mehr. Die nun fällige Platte konnte kostengünstig in Eigenregie im heimischen Keller eingespielt werden, wurde aber durch das Mastering in den legendären Abbey Road Studios vom ebenso legendären Geoff Pesche (Gorillaz, Basement Jaxx, LCD Soundsystem, Arctic Monkeys, Athlete, Coldplay and Dizzee Rascal) auf internationales Niveau gebracht.

 

Eingereiht hinter Interpol und Editors

Die Band selber bezeichnet ihren Sound als Retrofuturismus mit Melodie, Atmosphäre und Liebe zur Mathematik. Das waren auch die Inspirationsquellen von Bands wie The House of Love, Echo & The Bunnymen, Gang Of Four, oder den Cocteau Twins, die gerne als Referenzen angegeben werden. In der Jetztzeit sind Interpol und die Editors die bekanntesten Vertreter dieses Sounds. Und direkt dahinter reihen sich Customs problemlos ein. Betörende Drums, schneidende Gitarren und eine dunkle, hypnotische Stimme machen den Opener The Matador gleich zum Dancefloorfiller. Einfache, stimmige Melodien, eine klar strukturierte Rhythmussektion lassen das Echo der 80er Jahre durch die gesamte Platte hallen, die die Messlatte für die Zukunft der talentierten Band sehr hoch hängt.

 

Aktuelle Tourdaten:

 

23.09.2010 – Gebäude 9 (Köln) | live
24.09.2010 – Reeperbahnfestival (Hamburg) | live
25.09.2010 – Comet Club (Berlin) | live

 

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