von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Eli Pariser: Filter Bubble Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Mittwoch, 23. Mai 2012 | 18:10

Menomena: Mines

05.08.2010

Erschaffen - Zerstören - Wieder aufbauen

Die drei Perfektionsfreaks von Menomena geben sich mit einem Song erst dann zufrieden, wenn jede einzelne Idee bis ins Detail zerpflügt und wieder neu zusammengesetzt wurde. Dauert lang, stärkt aber das Kollektiv! Von DAVID EISERT

 

Das Trio aus der US Indie Metropole Portland, Oregon hat sich im Laufe ihres Bestehens den Ruf eingespielt, wie die kleinen Brüder der Flaming Lips zu klingen. Das nehmen die Musiker um den Multiinstrumentalisten Brent Knopf aber niemandem übel. Eher ist dies ihr Ansporn, dem Hörer noch ein paar Abwechslungen und Experimente mehr zuzumuten. Auf dem gerade veröffentlichten vierten Album Mines puzzeln sie Postrock, Indie, Art Rock, Funk, Reggae und vieles mehr zu raffinierten Songs zusammen, die sich nicht verkünsteln und ohne großen Überschwang nach vorne losgehen. Aber nichts überstürzen, mit Queen Black Acid geht es zunächst instrumental und dezent los. Man lässt das Modest Mouse artige Taos folgen und bei Dirty Cartoons pumpt schließlich der Bass und zieht dich Richtung Tanzfläche. Ausruhen kann man dann wieder beim hymnischen Sleeping Beauty oder den Klavierklängen von Five Little Rooms. Der Luxus, drei Sänger mit unterschiedlichen Stimmen in einer Band zu haben, ist nie verkehrt. Den Beatles hat das damals auch nicht geschadet und es wäre Menomena zu gönnen, dass sie mit Mines mehr erreichen, als nur ein paar begeisterte Kritikernerds.

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Verstaubt ohne Ende

Bullenklatschen ist ein irreführender Titel, aber er provoziert – das ließe sich genauso über den Film sagen. Provozierend das Personal: eine Anarcho-Fete. Jedenfalls ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Gegen die Dominanz des Beliebten

Nach Amazon (1997) und Google (2004) geht nun mit Facebook das dritte Internet-Schwergewicht an die Börse. Häufig liegen die drei Unternehmen mit der Entwicklung neuer Techniken ...

»Scheißwald, Scheißnatur, ey!«

Leicht grenzwertig diesmal, möchte man meinen. Setzt das gewöhnliche Schema von Mord, Aufklärung, Festnahme etwa Schimmel an? Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) geht dem Hinweis auf ...