Digitaler Rückblick: Januar 2012 Roedelius: Plays Piano (Live in London 1985) Der Schauspieler Gary Oldman im Interview Zum Tod der Literatur-Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska Kernnzeichen T - 27.01.2012 Zwei Jahre Digitale Spiele bei TITEL-Kulturmagazin
Donnerstag, 09. Februar 2012 | 07:54

Menomena: Mines

05.08.2010

Erschaffen - Zerstören - Wieder aufbauen

Die drei Perfektionsfreaks von Menomena geben sich mit einem Song erst dann zufrieden, wenn jede einzelne Idee bis ins Detail zerpflügt und wieder neu zusammengesetzt wurde. Dauert lang, stärkt aber das Kollektiv! Von DAVID EISERT

 

Das Trio aus der US Indie Metropole Portland, Oregon hat sich im Laufe ihres Bestehens den Ruf eingespielt, wie die kleinen Brüder der Flaming Lips zu klingen. Das nehmen die Musiker um den Multiinstrumentalisten Brent Knopf aber niemandem übel. Eher ist dies ihr Ansporn, dem Hörer noch ein paar Abwechslungen und Experimente mehr zuzumuten. Auf dem gerade veröffentlichten vierten Album Mines puzzeln sie Postrock, Indie, Art Rock, Funk, Reggae und vieles mehr zu raffinierten Songs zusammen, die sich nicht verkünsteln und ohne großen Überschwang nach vorne losgehen. Aber nichts überstürzen, mit Queen Black Acid geht es zunächst instrumental und dezent los. Man lässt das Modest Mouse artige Taos folgen und bei Dirty Cartoons pumpt schließlich der Bass und zieht dich Richtung Tanzfläche. Ausruhen kann man dann wieder beim hymnischen Sleeping Beauty oder den Klavierklängen von Five Little Rooms. Der Luxus, drei Sänger mit unterschiedlichen Stimmen in einer Band zu haben, ist nie verkehrt. Den Beatles hat das damals auch nicht geschadet und es wäre Menomena zu gönnen, dass sie mit Mines mehr erreichen, als nur ein paar begeisterte Kritikernerds.

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Wenn ich König von Deutschland wär ...

Ralf König ist mehr als nur Milieuchronist. Er ist einer der größten deutschen Comic-Autoren. Der Prachtband Der dicke König würdigt ihn erstmals in angemessenem ...

Bonsoir Tristesse

Jean Cayrol gehört zu den großen Unbekannten der französischen Nachkriegsliteratur. Sein Roman Im Bereich einer Nacht (L'espace d'une nuit) erschien ...

Life and Death of a Hollywood Extra

»Rede!« – »Ich werde nichts sagen!« Blitz! Schock! Flackern! Noch höher drehen die russischen Schurken die Stromzufuhr des ...

»John Le Carré sagte, es sei die beste Adaption eines Buches, die es je gab.«

Gary Oldman über seine Rolle als Georg Smiley in dem Film Tinker Tailor Soldier Spy (Dame, König, As, Spion). Ein Interview von LIDA BACH

Wenige von der Sorte

Die Doppel-CD von Trikont gibt mit der Auswahl an Gedichten, Romanauszügen, Kurzgeschichten, Briefen und einem bilderreichen informativen Booklet einen guten Einblick – für ...

Rollende Wellen

Marisa (Akina Levshin) liegt am Ostseestrand. Die Wellen peitschen wie eh und je, doch in ihrem Leben hat sich viel verändert. Die Welt steht Kopf. Das Hakenkreuz-Tattoo auf ihrer Brust ist ...