von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Eli Pariser: Filter Bubble Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Mittwoch, 23. Mai 2012 | 18:14

Jennie Abrahamson: While The Sun´s still Up and The Sky is Bright

19.08.2010

Burn out in pink

In Schweden sorgt das zweite Album der umtriebigen Sängerin schon seit mehreren Monaten für Begeisterung. Nun kommen auch wir in den Genuss der zeitlos schönen Songs, die die Leichtigkeit des Sommers in sich tragen. Von DAVID EISERT

 

Der erste Eindruck von „While The Sun’s..“. ist süß, fast kitschig. Das Cover: Kirschblüten und Weichzeichner, ein Traum in bester Hamilton Manier, das Booklet in überbordenden Rosa und eine Pop-Prinzessin, die mit glockenklarer Stimme singt. Stellt man die Platte voreilig in die Ecke der kurzlebigen Starlets, die durchs Musikfernsehen hoppeln, dann tut man der Künstlerin Abrahamson aber unrecht. Die 11 Songs sind das Ergebnis eines langen und schmerzlichen Prozesses, der die junge Frau an ihre Belastungsgrenze gebracht hat. Neben jahrelangen Aktivitäten in verschiedenen eigenen Bands und zusätzlicher freien Engagements war sie parallel auch Lehrerin für Musik in Stockholm. Als selbst die Ruhe eines Schwedischen Sommerhauses keine Entspannung mehr brachte, zog Jennie die Reißleine und ging nach New York – zum dort zur Ruhe zu kommen (sic!).

 

Im Big Apple fand sie die nötige Inspiration um diese Gegensätze und das Pendeln zwischen den Extremen in Musik zu fassen. Diese klingt warm und leicht, wie mildes Sommerlicht. Die Hektik ist weit weg und die Gedanken schweifen zum Horizont. Abrahamson begleitet ihre Stimme - die ähnlich wie bei Kate Bush oder Tori Amos als eigenständiges Instrument eingesetzt wird - mit dem Piano oder der akustischen Gitarre. Die restliche Instrumentierung ist zurückhaltend und leise. Die Schwedin singt über die Liebe und das Leben mit all seinen Facetten, denn auf den scheinbar endlosen nordischen Sommer folgt immer auch ein ebenso langer Winter.

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Verstaubt ohne Ende

Bullenklatschen ist ein irreführender Titel, aber er provoziert – das ließe sich genauso über den Film sagen. Provozierend das Personal: eine Anarcho-Fete. Jedenfalls ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Gegen die Dominanz des Beliebten

Nach Amazon (1997) und Google (2004) geht nun mit Facebook das dritte Internet-Schwergewicht an die Börse. Häufig liegen die drei Unternehmen mit der Entwicklung neuer Techniken ...

»Scheißwald, Scheißnatur, ey!«

Leicht grenzwertig diesmal, möchte man meinen. Setzt das gewöhnliche Schema von Mord, Aufklärung, Festnahme etwa Schimmel an? Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) geht dem Hinweis auf ...