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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 18:15

The Sad Riders: In The End We Always Win

19.08.2010

Chris spielt auf Sieg

Sieben Jahre nach „Lay Your Head On The Soft Rock“ läßt Chris Wicky seine traurigen Reiter ein weiteres Mal von der Koppel. Von DAVID EISERT

 

Nachdem seine Hauptband Favez auf unbestimmte Zeit die Pausetaste gedrückt hat, nutzt der charismatische „Herzmuskel“ der Lausanner Musikszene Chris Wicky seine Zeit und hat mit guten Freunden ein weiteres Album seiner zweiten Liebe The Sad Riders eingespielt. Stehen bei Favez die Regler meistens auf 10, bilden die Sad Riders einen ruhigen Ausgleich dazu. Hier kann er tun was er will, so spielen wie er mag. Dabei kommt eine Art von FolkRock, Americana, Country mit einem europäischen Touch heraus. Klar, sein Herz ist größer als ein Schweizer Tal tief ist und amerikanische Wurzeln hat er auch - aber Lausanne liegt am Genfer See und nicht in der Prärie.

 

Ein weiteres melancholisch-dunkles Akustik-Album würde wohl derzeit gut wegkommen aber im Soundspektrum von Chris steckt noch viel mehr. Petty, Dylan, Springsteen haben sich schließlich auch immer wieder neu aufgestellt. So finden sich neben spärlich instrumentierten Balladen wie dem traurigen „Take My Heart And Run“ oder dem klagenden „All The Dreams We Had Before“, über folk-poppige Leichtigkeit bei „Victoria“, Gute-Laune-Songs wie „Baby Dancing Over The Sun“ auch Breitband-Rocker in bester Live And Let Die Manier („Professional Man“). Alles ehrlich, authentisch und grandios. So wenig Aufhebens Chris um seine Band hier macht, so großartig ist die Musik. Unbedingt ein Konzert anchecken, denn auf der Bühne hat der Charmebolzen eh schon gewonnen.

 

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