Donnerstag, 09. Februar 2012 | 08:05

Tweak Bird: dito

26.08.2010

Short attention spans and great ideas

Die Brüder Bird aus Illinois sind Heavy aber nicht Metal, eher Blues und Pop und damit rundum glücklich. Von DAVID EISERT

 

Auf ihrem ersten vollständigen Silberling begeben sich die beiden Brüder Caleb (Saiteninstrumente) und Ashton (Schlagwerk) Bird auf eine klangliche Reise vom schwer experimentellen über progressiven hin zu psychedelisch beeinflussten Rock. Asthon sorgt mit hart geschlagenen Drums für einen soliden, schleppenden Beat auf dem Caleb seine fuzzigen Riffs vorantreibt. Durch die Verwendung einer Baritongitarre – einem Zwitter aus Bass und Gitarre - entsteht ein tiefer, leicht verzehrter Sound, der an selige Black Sabbath Zeiten erinnert. Der zeitweise dem jungen Ozzy ähnelnde Gesang tut sein übriges dazu.

 

Ohne Dosenbier und Kutte

Wer jetzt an Dosenbier und Kutte denkt, könnte aber enttäuscht werden. Die schrägen Vögel grooven sich über Genregrenzen hinweg in einen eigenen Klangkosmos aus Space- und Stoner Rock, Blues, Jazz und Pop. Einflüsse, die auch die Melvins (deren Schlagzeuger mit seinem Deaf Nephwes Team produziert hat) oder Norwegens Finest Motorpsycho prägen. Auf Gitarrensoli wird weitgehend verzichtet. Die Melodieführung übernimmt die Stimme oder eines der Gastinstrumente. Saxophon (die Single A Sun/AHH AHH franst in einem abgedrehten Sax-Loop aus), Theremin oder Querflöte (Flyin High) kommen zum Einsatz. Wo andere Bands ihre Songs ins Unendliche ausufern lassen, fassen sich Tweak Bird erfrischend kurz und kommen zu dem Schluss: “Don’t look back / The future’s coming! It’s pop alright, but not as we know it.“


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