Eine Frau, eine Gitarre und eine gefällige Stimme, schnell ist die Schublade voller Popsternchen geöffnet und mit einem wohlgefälligen „na ja, ganz nett“ wieder geschlossen. Dieses Gefühl des ‚nicht verstanden Werdens’ kennt Kat Frankie aus ihrer Jugend in einem Vorort von Sydney zur genüge und zieht daraus die Inspiration für ihre melancholischen Lieder über die kleinen Stolpersteine des Alltags. Unerwiderte Lieben, kleine Missgeschicke mit großer Wirkung, Verletzung, Langeweile, Wut, Selbstzweifel - aber Sehnsucht und Hoffnung bleiben. Weinerliche Sentimentalitäten bringen einen ja auch nicht weiter. Wer den Mut hat traurig zu sein, der hat auch noch nicht aufgegeben. Und aufgeben ist bestimmt nicht das Ding der jungen Frau, die vor sechs Jahren ein klimatisiertes Architektenbüro in Sydney gegen die inspirierende Berliner Kunst- und Musikszene tauschte.