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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 18:20

1000 Robota: Ufo - ab heute erhältlich!

03.09.2010

Auf dem Eismeer zur Erkenntnis

MATHIAS BROSE kennt das heimliche vierte Bandmitglied dieser Punk-Aufsteiger!

 

1000 Robota – dahinter stecken Anton Spielmann (18, Gitarre & Gesang), Sebastian Muxfeldt (17, Bass) und Jonas Hinnerkort (18, Schlagzeug & Gesang). Vor drei Jahren wurde das Hamburger Trio von einem kleinen, teilweise selbst inszenierten, Hype umgeben. In London bejubelte der New Musical Express die drei gerade wegen ihrer deutschen Texte und hob sie auf eine Stufe mit „Gang of Four“ und anderen Königen des Postpunk.

 

Nun erscheint ihr neues Album Ufo. Es soll den Fokus auf das Musikalische richten, auf Stimmung. Und wahrlich, 1000 Robota wirken aufgeräumt. Klare Arrangements lassen einen kühlen Nordwind sausen.  Durch die marginale Vertextung der Lieder stößt man behutsam auf die geordneten Bass- und Gitarrenlinien. Bloß kein übertriebenes Geschrammel.

 

Friss oder stirb

Distanziert und erbarmungslos schmettern 1000 Robota dem Zuhörer ihre Gedanken entgegen.

„Friss oder Stirb“ gilt hier als Motto. Leider kann Nordwind schnell drehen. Plötzlich wirkt die ganze Sache doch ein wenig zu verkopft. Nach ihrem wirklich grandiosen Debütalbum „Du nicht er nicht sie nicht“ wollten die Hamburger zu viel. Die Ideen sind da und werden teilweise auch gut umgesetzt. Mit „Du gewinnst“ oder „Glück“ haben sie einen Etappensieg erzielt.

Aber in der allgemein frostigen Distanziertheit des Albums kann man sich schnell verirren und es gibt keine helfende Hand. Die unzugängliche Art der Band kann von gelassener Kühle schnell in arrogantes Getue und schnöseliges Verhalten umschlagen. Hochmut ist das vierte Bandmitglied.


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