Sinatras Patenkind im Popzirkus
Für die Tochter des Musikproduzenten Don Costa und Patenkind Frank Sinatras ist es nun schon die siebte Platte. Auf dieser kommt sie elektronischer als sonst daher. Dies geht jedoch nicht auf Kosten ihrer energisch funkigen Stimme. In einer gelungenen Melange aus tanzbaren Synthie-Beats, verzerrten Gitarren und mitreißenden „Handclaps“ nimmt Nikka Costa den Zuhörer mit in den schillerndsten Popzirkus, den Sie je gesehen haben. „Everybody loves you when you're dead“ oder Pro Whoa zwingen unermüdlich jedes noch so müde Körperteil zur Bewegung. Stimmlich gewaltiger geht es dabei auf „Head First“ zu. Hier zieht die in Tokio geborene Sängerin blank und zeigt das in ihr eine grandiose Soul-Sängerin steckt.
In jedem der zehn Tracks blitzt die Wandlungsfähigkeit der Stimme Nikkas durch und schmückt unseren Zirkus mit roten Teppichen, Mininilpferden oder Messerwerfern. Pro Whoa gönnt seinem Besitzer keine Atempause. Schlag auf Schlag reihen sich psychedelisch-funkige Stücke aneinander. Es ist zu wünschen, das einer talentierten Künstlerin wie Nikka Costa mehr Beachtung geschenkt wird als bisher. Mir bleibt nur, den Zylinder zu schwenken und die Zuschauer zu verabschieden:
„You must agree, that's excellent
And on top of your fee...
You'll be involved artistically.“

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