Auf dem Cover der ersten CD der Budos Band bricht ein Vulkan aus, auf dem zweiten reckt ein Skorpion seinen Stachel. Die dritte CD schmückt eine drohend aufgerichtete Kobra. Ganz so explosiv und giftig, wie diese Bilder signalisieren sollen, ist die Musik der Gruppe aber nicht. Eher hat man den Eindruck, als hätten sich, irgendwo in einem Paralleluniversum, Curtis Mayfield, Tony Allen und John Barry zusammengesetzt, um den Soundtrack zu einem James Bond-Film zu schreiben, in dem Sean Connery sich in einer karibischen Bar in Yma Sumac verliebt, die gerade eine Exotica-Version von „Stop! In the Name of Love“ zum Besten gegeben hat.
Das klingt mitreißend, ist auf die Dauer aber ein wenig arm an Abwechslung; vielleicht wäre es besser, die Budos Band würde ab und zu einen Sänger oder eine Sängerin ans Mikrophon lassen. In Häppchen genossen, macht III aber viel Spaß, und daß die New Yorker live eine Wucht sind, glaubt man gerne.