Der wird gerne unterfüttert durch seltsame Intros und spoken word parts, so auch auf The People´s Key. Die tolle Sprechstimme, die das Album eröffnet, gehört Denny Brewer, dem ber 60-Jährigen Leader der US-Band mit dem schönen Namen Refried Ice. Er schwadroniert über Aliens, Einstein und Hitler. Nervt nach mehrfachem Hören etwas und könnte oberflächlich betrachtet im Verbund mit so mancher Textstelle Obersts Befürchtungen schüren, hier habe sich mal wieder ein prominenter US Bürger Richtung Sekte bewegt. Aber weder handelt es sich um irgendwie dogmatische Texte, noch spricht bei näherer Betrachtung sonst irgendetwas dafür. Oberst sucht nach verschiedenen Zugängen zur Welt ohne sich jedoch Realitäten zu verschliessen. Die Welt zu einem besseren Ort zu machen liegt in der Hand aller und jedes einzelnen, its the peoples key.
Musikalisch lässt man sich von Erwartungen Richtung Indie-Folk/Country/Americana nicht mehr festnageln. Auch wenn dies alles noch durchscheint, allerdings gerne auch mit einer deftigeren Gitarrensalve oder fast schon kindisch simplen, poppigen Keyboardmelodien garniert. Hier schreibt man nicht mehr Indie drauf, schließlich ist auch einfach guter Pop für eine breite Hörerschaft drin!Man wird wohl nie wieder so aufgeregt sein, wie an diesem Veröffentlichungstag im Jahre 2005. Die Stimme klingt nicht mehr so brüchig und die Musik geht einem vielleicht nicht mehr ganz so an Herz und Nieren. Aber auch wenn man beim ersten Hören vielleicht eine gewisse Beliebigkeit attestieren möchte, merkt man spätestens nach ein paar Durchläufen, dass alleine die ersten drei Songs schon wieder verdammte Hits sind.