Tempel besitzt einen brachialen Sound, an dem in der Tonmeisterei Oldenburg gefeilt wurde, und eine beeindruckende Atmosphäre, die den Vergleich zu den Größen des Fachs wie Mastodon, Baroness, Neurosis oder auch …Trail Of Dead (die könnten aber als zu soft abgelehnt werden) nicht scheuen braucht. Allein der Gesang, besser die Growls und Grunts von Sänger Ercüment passen nicht mehr zum neuen Soundgewand und wirken eher störend. Scheinbar war dies der Band auch bewusst. Die Songs sind mit langen Instrumentalphasen komponiert und arrangiert worden, ohne dass sie sich in ewigen Wiederholungen verlieren. Ebenfalls gelungen ist das Coverartwork. Muss es sonst genretypisch möglichst unerkennbar Düster sein oder wimmelbuchgleich LSD-bunt, ziert Tempel ein schlichtes gleichwohl effektvolles Foto! So einfach kann Kunst sein, so einfach muss Musik sein. Nun will der niveauvolle Krach noch unters Volk gebracht werden, aber leider mussten die aktuellen Tourdaten wegen Krankheit gestrichen werden. Gute Besserung von hier aus!
