von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau David Small: Stiche. Erinnerungen Eli Pariser: Filter Bubble Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Mittwoch, 23. Mai 2012 | 18:47

Stephan Bodzin vs Marc Romboy: Luna

10.03.2011

Clubastronauten

Stephan Bodzin und Marc Romboy sind Musiker und Produzenten. Sie sind Labelinhaber (Systematic Records/ Herzblut Recordings) und Freunde. Luna ist eine drei CDs beziehungsweise fünf LPs umfassende Werkschau ihres seit 2005 bestehenden gemeinsamen Projektes. Von TOM ASAM.

 

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist Stephan Bodzin zuerst gelandet. Nicht auf Luna (Mond), sondern bei Luna, so der Name seiner Frau – und mittlerweile auch der Name der Tochter seines Freundes Marc. Auf dem Cover sieht man die Gesichter der beiden Musiker, wie zwei Halbmonde im Schwarz des dunklen Kosmos. Die dunkle Seite des Mondes, das der Erde vorübergehend Abgewandte, steht bei Luna für den Club. Eine eigene Welt zwischen Hell und Dunkel, zwischen Entrücktheit und Faszination.

 

Luna vereint auf CD 1 bisher nur auf Vinyl erhältliche Tracks zwischen Minimal Techno und Detroit Sounds, ergänzt um zwei bisher unveröffentlichte Nummern. CD 2 ist randvoll mit einem Mix der Highlights inklusive einiger Remixes. Ein dritter Silberling zeugt davon, welchen Namen sich die beiden in letzten Jahren gemacht haben. Ihre zeitlosen Clubkracher, die vor allem durch einen vollendeten Sound überzeugen, der auch durch das Integrieren von analogen Synthesizern profitiert, werden gerne von namhaften Kollegen bearbeitet. CD 3 vereint Remix-Arbeiten von Moritz von Oswald, Dominik Eulberg, Robag Wruhme und vielen mehr.

 

Ein solides Paket, das bei einem normalen CD-Preis value for money bietet! Die Zündzeit von Tracks wie Callisto oder Atlas im Club entspricht übrigens in etwa der Zeit, die ein Funkspruch von der Erde zum Mond braucht: 1,3 Sekunden.

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Verstaubt ohne Ende

Bullenklatschen ist ein irreführender Titel, aber er provoziert – das ließe sich genauso über den Film sagen. Provozierend das Personal: eine Anarcho-Fete. Jedenfalls ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Gegen die Dominanz des Beliebten

Nach Amazon (1997) und Google (2004) geht nun mit Facebook das dritte Internet-Schwergewicht an die Börse. Häufig liegen die drei Unternehmen mit der Entwicklung neuer Techniken ...

»Scheißwald, Scheißnatur, ey!«

Leicht grenzwertig diesmal, möchte man meinen. Setzt das gewöhnliche Schema von Mord, Aufklärung, Festnahme etwa Schimmel an? Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) geht dem Hinweis auf ...