Persönlich beachtet habe ich Bodi Bill bisher ungefähr so, wie das Mittelfeld der Tabelle der Regionalliga. Nämlich gar nicht. Wahrscheinlich klang mir der Name zu belanglos, um da mal weiter zu bohren. Fehler! Zumindest, wenn die beiden vorangegangenen Alben in der gleichen Liga spielen, wie What? Im weitesten Sinne kann die Musik der Schublade Indietronica zugeführt werden. Es verschränken sich hierbei frische Electronica und differenziert arrangierte Popsongs. Das Ergebnis ist dabei fetter, als bei diversen Laptoptätern, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen, allerdings wird auch auf den zu direkten Basswumps verzichtet. Bodi Bill liefern damit feinstes Futter für den Rave auf der Couch, am Herd oder auf dem Balkon. Wunderschöne, warme Musik mit elektronischem Herzen, die sicher besonders gut bei Hörern ankommt, die eigentlich eher im songorientierten Pop sozialisiert sind – und die zum Beispiel durch einen Herrn Kalkbrenner neugierig auf etwas Abwechslung geworden sind. Aber eigentlich sind hier irgendwelche Szenen und Stile sch...egal. Eine weitere gute Band, die – auch gemessen am Zuspruch der Fans – auf dem Weg in höhere Spielklassen ist.