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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 18:54

Gurun Gurun: Gurun Gurun

17.03.2011

Prager Frühling

Gurun Gurun betreiben eine Art experimentellen J-Pop – und schlagen sich damit sehr gut, findet KRISTOFFER CORNILS. Dabei macht es gar nichts aus, dass der Kern der Band aus Tschechien kommt.

 

Es ist bei all den müßigen Diskussionen über die Vor- und Nachteile von Globalisierung und zunehmender Vernetzung immer wieder schön zu sehen, dass im 21. Jahrhundert geographische Grenzen und Entfernungen einfach überbrückt werden können, um schlichte und gute Musik zu machen. Gurun Gurun beweisen jedenfalls mit ihrer wohlfühligen experimentellen Version von J-Pop, dass man nicht aus Japan kommen muss, um den einheimischen Künstlern das Wasser zu reichen. Klar: Die Sängerinnen sind geliehene Originale, aber auf musikalischer Ebene machen die Tschechen alles richtig. Mit ihrer ruhigen und subtilen Mischung aus Math Rock-Elementen, Dream Pop und Glitch rufen sie nicht nur eine ganze Tagcloud an Assoziationen auf, sondern liefern mit Gurun Gurun ein gelungenes Amalgamat ab, das die perfekte Begleitung für den sich ankündigenden Frühling abgeben sollte.

 

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