Flip Grater: While I´m awake I´m at war
Der Titel deutet es schon an: hier wird ordentlich gelitten! Der Alltag als Krieg mit den eigenen Dämonen. All is fair in love and war heißt es so schön, und auch Flip Grater weiß natürlich von den Wunden des Liebeskrieges zu erzählen. Sehr verletzlich und persönlich fängt das Album an. Im am Anfang stehenden Titelsong heißt es: »And it has been raining for days now. And I haven´t moved from my space on the floor, your arms are the only place I know, where I can escape from it all.« Düster, fast schon Cash-feeling, statt Tod und Gott aber der kleine Tod im täglichen Dasein. Und statt der Stimme eines Mannes am Ende seines Weges hören wir eine neuseeländische Frau mittendrin im Leben. Ruhig instrumentiert mit Akustik-Gitarre, Piano und Violine. Es dauert bis zum vierten Song, dass etwas Hoffnung aufkommt. Careful klingt beschwingter, aber »Paris saw me lonely, strolling the streets, bottle in Hand, sunk knee deep« ist auch nicht gerade der Text eines Partysongs. While I´m awake I´m at war ist eine ruhige, nachdenkliche Platte zwischen Singer-/Sonwriter und Americana, die man auf sich wirken lassen muss. Mit Muße musst du das geniessen!