von Michael Ebmeyer David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Eli Pariser: Filter Bubble Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Mittwoch, 23. Mai 2012 | 18:58

Found: Factorycraft

24.03.2011

Turning factory work into fine arts

Mit ihrer ersten Veröffentlichung auf dem Qualitätslabel Chemikal Underground präsentieren sich die Schotten Found als überaus interessanter Act. Von TOM ASAM.

 

Sind Klischees nicht schön? Britische Gitarrenbands: Beatles forever. Schwedische Gitarrenbands: gute Plagiate angloamerikanischer Vorbilder, Deutsche Gitarrenbands: weniger gute Plagiate…, Isländische Gitarrenbands: keine Gitarren, dafür Elfengesang. Schottische Gitarrenbands: Eigenständigkeit. Ja, ich würde sagen, das Klischee, das einem zu schottischen Bands einfällt, ist, dass sie Klischees besser vermeiden als zum Beispiel ihre englischen Kollegen. Allein ein Blick auf die Liste der Artists des Chemikal Underground Labels offenbart eine Ansammlung originärer Künstler: Mogwai, Aereogramme, Arab Strap, Lord Cut-Glass, Magoo und viele mehr.

 

Das Edinburgher Trio Found reiht sich bestens ein. Hier geht es nicht darum, den Trend der Woche ausfindig zu machen. Found haben ihre eigene Ausdrucksfähigkeit irgendwo zwischen lärmigem Postpunk und melodischem Pop gefunden. Und damit bereits mit ihrem selbstproduzierten Debut Found can move für ordentliches Medienecho und Einladungen zu wichtigen Veranstaltungen wie dem SXSW-Festival gesorgt. Die Kombination kunstvoller Experimentierfreudigkeit und effektiver Geradlinigkeit führt bei Found zu großen Popmomenten. Sollte sich der Albumtitel Factoryland auf das berühmte Factory-Label aus Manchester beziehen, so lägen Found in der Mitte zwischen Joy Division und Happy Mondays. Sie wurden aber auch schon als Mischung zwischen Paolo Nutini und Captain Beefheart beschrieben. Wie gesagt: diese Schotten… mit guten Bands geizen sie nicht!

 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Verstaubt ohne Ende

Bullenklatschen ist ein irreführender Titel, aber er provoziert – das ließe sich genauso über den Film sagen. Provozierend das Personal: eine Anarcho-Fete. Jedenfalls ...

No sleep till Pixel

Auf einem gewissen Panel der diesjährigen re:publica lief RUDOLF INDERST dem Berliner Dennis Liebzeit ...

Gegen die Dominanz des Beliebten

Nach Amazon (1997) und Google (2004) geht nun mit Facebook das dritte Internet-Schwergewicht an die Börse. Häufig liegen die drei Unternehmen mit der Entwicklung neuer Techniken ...

»Scheißwald, Scheißnatur, ey!«

Leicht grenzwertig diesmal, möchte man meinen. Setzt das gewöhnliche Schema von Mord, Aufklärung, Festnahme etwa Schimmel an? Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) geht dem Hinweis auf ...