Die Stücke funktionieren als eigene Assoziationswelten, zusammengehalten vor allem durch das Drumming von Gideon Kiers, der so versiert spielt, dass man das Schlagzeug kaum noch als Instrument wahrnimmt, sondern vielmehr als unterschwellige Struktur. In den Hintergrund zu treten hat bei TKDE Methode. Selbst die überragenden Gesangspartien Charlotte Cegarras laufen manchmal nur dezent leise im Mix mit, sind manchmal überhaupt nicht vorhanden und fehlen trotzdem nie. An ihre Stelle treten wieder andere Stimmen, von der Posaune bis zur Violine und generieren ein Zusammenspiel, das harmonischer nicht sein und atemberaubender kaum wirken könnte.
From The Stairwell ist das mit Abstand vielschichtigste Werk der niederländischen Band – das beste, könnte man vielleicht sagen. Aber es wird bestimmt ein weiteres geben und solange bleibt dieses ein eingehaltenes Versprechen dafür, dass TKDE nicht nur nie enttäuschen, sondern dass sie auch nie aufhören, zu überraschen.
