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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 19:03

V/A: Back and 4th / 2562: Fever

31.03.2011

Basically Bass

Eine überzeugende Dub-Step-Compilation und ein etwas ungewöhnliches Konzeptalbum sorgen für die wöchentliche Dosis Bass. Vor und zurück – bis das Fieber steigt. Von TOM ASAM.

 

Dub-Step geistert schon eine gefühlte Ewigkeit durch die Musikwelt, und scheint letztlich tatsächlich im Mainstream angekommen zu sein. Die Zeiten, da der Spruch »wir gehen in die besten Clubs der Stadt, Dub-Step tanzen« als ironische Anspielung im Freundeskreis auf den Drang, stets den neuesten Trend zu spotten, vorkam, sind vorbei. Dub-Step ist erwachsen, ohne langweilig oder berechenbar und fad geworden zu sein. Hoflush, ein Label aus dem Kern der Szene, beleuchtet die diversen Mutationen und Varianten des Dubstep aufs Vorzüglichste auf der Doppel-CD Back and 4th. Neuer, unveröffentlichter Stoff von innovativen Produzenten wie FaltyDL, dBridge oder Scuba sind ebenso vertreten, wie unverzichtbare Tracks aus der Label-Geschichte von Acts wie Mount Kimbie (zweimal vertreten, u.a. Maybes im James Blake-Remix) oder Joy Orbison.

 

Wen hier das Bass-Fieber erwischt hat, der kann mit 2562 weitermachen. Der in Berlin lebenden Holländer Dave Huismans transportiert das Saturday Night Fever in die bassgetriebene Gegenwart. Fever ist ein freestyle-techno-cut-up, das sich ohne Ausnahme aus Sounds von Underground-Disco-Scheiben um sein Geburtsjahr 1979 herum generiert. Auf zusätzliche Samples oder Synthies wurde verzichtet. Das Ergebnis ist ein verblüffendes Bass-Monster; das Ganze ist hier nicht nur mehr als die Summe der Einzelteile, sondern etwas völlig neues. Kein Disco, kein 70s-Feeling, sondern ein nicht kategorisierbarer Fieber-Sound, der ohne Retro-Rührseligkeit auskommt.

 

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