Welches Konzept auch hinter diesen 14 Titeln stecken mag, es offenbart sich nicht in diesem Blitzlichtgewitter von Stör- und Feedbackgeräuschen, die wahllos arrangiert und meist unfreiwillig komisch wirken. Revolutionär wäre das noch vor einigen Jahren gewesen, heute jedoch rennt Gintas K offene Türen ein und bleibt dabei sogar noch am Türrahmen hängen und legt sich anschließend wenig elegant flach.
Klar, Noise ist nicht jedermanns Bier und soll genau das nicht sein. Eingängigkeit ist das Letzte, was dort angestrebt wird. Aber darüber hinaus funktioniert der Noise auf So On einfach gar nicht: Gintas K schichtet weder die einzelnen Komponenten elegant aufeinander, noch kreiert er in dem Wirrsal von Sounds interessante Mikrostrukturen. So sympathisch Internet-Labels wie Crónica auch sind: Wenn sie Alben wie So On veröffentlichen, können sie sich darüber freuen, kein Geld für teures Vinyl oder CDs ausgegeben zu haben. Denn das wäre sicherlich ein Verlustgeschäft gewesen, bei der schnarchigen, angestrengten Nummer.
