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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 19:04

Gintas K: So On

31.03.2011

Bemühter Noise, Höchstschnarchfaktor!

Uz7hjjjjz6767zuuuargargj … Oh, pardon. Aber so liest sich das nun mal, wenn KRISTOFFER CORNILS mit dem Kopf auf der Tastatur einschläft. Verantwortlich ist der Litauer Gintas K, der mit So On ein Album vorlegt, das sich bemüht, so etwas wie experimentellen Noise zu schaffen – und dabei eigentlich nur langweilt.

 

Das ist der übliche Ansatz: Ein bisschen musikalische Dekonstruktion betreiben, Strukturen aufbrechen, möglichst die Verfremdung der Sounds auf die Spitze treiben usw. usf. Das ist aber leider nichts Neues, und nicht einmal gut gemacht. Während ein versierter Noise-Künstler wie Merzbow es bei rund 350 veröffentlichten Alben immer noch schafft, einigermaßen interessant und innovativ zu bleiben, gelingt das Gintas K schon mit der zwölften Veröffentlichung längst nicht mehr.

 

Welches Konzept auch hinter diesen 14 Titeln stecken mag, es offenbart sich nicht in diesem Blitzlichtgewitter von Stör- und Feedbackgeräuschen, die wahllos arrangiert und meist unfreiwillig komisch wirken. Revolutionär wäre das noch vor einigen Jahren gewesen, heute jedoch rennt Gintas K offene Türen ein und bleibt dabei sogar noch am Türrahmen hängen und legt sich anschließend wenig elegant flach.

 

Klar, Noise ist nicht jedermanns Bier und soll genau das nicht sein. Eingängigkeit ist das Letzte, was dort angestrebt wird. Aber darüber hinaus funktioniert der Noise auf So On einfach gar nicht: Gintas K schichtet weder die einzelnen Komponenten elegant aufeinander, noch kreiert er in dem Wirrsal von Sounds interessante Mikrostrukturen. So sympathisch Internet-Labels wie Crónica auch sind: Wenn sie Alben wie So On veröffentlichen, können sie sich darüber freuen, kein Geld für teures Vinyl oder CDs ausgegeben zu haben. Denn das wäre sicherlich ein Verlustgeschäft gewesen, bei der schnarchigen, angestrengten Nummer.

 

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Das Video ist so reduziert, ich halte das für mehr ambient als noise. Vielleicht beides, zumindest lässt es wohl aber den Platz bei Übermüdung einzuschlafen, denn die Cuts sind milde. Und die Melodien, die sich doch recht linear aufbauen, fliegen wohl als angekratzte Sinuswellen vom Piezo ins Mittelohr. ...um mal was schönes zu sagen...
| von klausbert, 02.04.2011
Der Song im Video ist eher in die Ambient-Schublade zu stopfen, das stimmt natürlich - der ist auch nicht auf dem Album; das ist etwas missverständlich. 'So on' ist schon 'ne ganze Ecke anders.
| von K. Cornils, 02.04.2011

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