Was man aber hört, ist, dass Amber Rubarth sich Gedanken bei ihren Songs gemacht hat und sie mit viel Gefühl interpretiert. Als Gesamtwerk sei jedoch angemerkt, dass die Reihenfolge der Songs etwas unglücklich gewählt wurde. So stünde der, dem Album seinen Namen gebenden Song Good Mystery sicherlich besser am Anfang des Albums. Genau so kommt auch das Gefühl, dass ein Song der letzte auf dem Album sein sollte, zu oft auf. Vielleicht liegt das daran, dass Rubarth in jedem zweiten Song mit ihrer Kettensäge abschließt und sich entscheidet, als Songwriterin in die große Welt zu gehen? Verwirrend sind auch die ca. eineinhalb Minuten Stille kurz vor Ende des Albums. Natürlich hat sich Rubarth etwas dabei gedacht. Nur was das war, bleibt dem Hörer verborgen. Wiedererkennungswert hätte diese Stille wohl dann gehabt, hätte man sie so aufgenommen, dass man hört, dass man sie aufgenommen hat.
Trotzdem bleibt das Album hörenswert, wenn es vielleicht auch etwas schneller im Regal verschwindet, ohne wiedergefunden zu werden. Den Name Amber Rubarth sollte man sich jedoch merken, denn in Zukunft und mit dem einen oder anderen Album mehr, wird dieser Name bald sicherlich viel wert sein. Das beweisen alleine schon die vergangenen Kritiken in ihrer Heimat. So gewann sie, ohne dass es jemand gemerkt hat – und da ist sie eben wieder, die Heimlichkeit – die International Songwriting Competition. Außerdem reist man nicht umsonst durch die ganze Welt, wenn man nicht noch etwas vor hat. Neben den USA und Japan bereist Rubarth auch Europa - und natürlich Deutschland (siehe Termine!).
Die kommenden Live-Gigs werden besuchenswert sein. Mit Sicherheit erwartet die Besucher ein gemütlicher Abend, bei Kerzenlicht und schöner Musik. Mehr leider noch nicht, aber Wiedersehen macht ja bekanntlich Freude.