von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Donnerstag, 24. Mai 2012 | 00:10

Robag Wruhme: Thora Vukk

29.04.2011

Über fünf Brücken musst du geh´n - und auf einer steh´n

Gabor Schablitzki, der sich den Künstlernamen Robag Wruhme verpasst hat, machte sich vor allem als Teil des Produzenten- und DJ-Teams Wighnomy Brothers einen Namen. Doch auch solo läuft er wiederholt zu Bestform auf. Von TOM ASAM

 

Das gleichnamige Titelstück des Albums Thora Vukk erschien bereits im Januar bei Robags neuem Hafen Pampa Records und bewegte den allseits beliebten DJ Koze dazu, den Künstler zu einer größeren Tat zu ermutigen. Was in kurzer Zeit gelang. Der Eröffnungstrack Wupp Dek baut die Erwartung langsam auf und resümiert vorschnell, aber richtig, mit dem Stimmsample »Like, like it, like it«. Darauf folgt der erwähnte Title Track, bevor das erste Interlude mit dem Namen Brücke Eins folgt. Ab hier wechseln sich bis zum Ende der Platte melodischere, clubbige Tracks mit etwas düster und geheimnisvoll klingenden, Raum zum Atmen verbreitenden, durchnummerierten Brücken.

 

Nicht nur dieses Wechselspiel im Aufbau macht das Album zum Genuss, auch innerhalb der Tracks wird es nicht langweilig. Die Grooves wechseln, Samples und Field Recordings vom Tellergeklapper bis zu zuschlagenden Schubladen, kontrastieren und harmonieren zugleich. Bezaubernde Stücke mit kauzigen Namen wie Bomsen Böff oder Prognosen Bomm funktionieren natürlich auch phantastisch unter dem Kopfhörer und versetzen einen in diese gewisse Stimmung, die das gelungene Cover vermittelt. Jene Stimmung eines Kindes, das glücklich und aufgekratzt ohne einen Gedanken an das Schlechte in der Welt, jeden vorbeiziehenden Menschen gleich behandelnd, von der Autobahnbrücke winkt.


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