Der Name ist Teil des Programms
Legnini hat zehn von elf Stücken selbst geschrieben, trotzdem handelt es sich bei The Vox selbstverständlich um eine Gemeinschaftsproduktion im besten Sinne. Neben der zentralen Rhythmusgruppe um Drummer Frank Agulhon und Bassisten Thomas Bramerie gibt es eine Bläser-Sektion alter Schule und zwei Gitarristen. Daniél Romeo aus Belgien (eigentlich ein Funk Bassist und langjährigen Freund Legninis) sowie Kiala Nzavotunga. Der Musiker aus dem Kongo ist ein alter Mitstreiter Fela Kutis. Die Stücke auf The Vox bieten Souljazz mit Popappeal, bohren Funk und Folk an, und huldigen den 70er Jahren und den großen Zeiten des Afrobeat ohne sich zu deutlich auf die Schiene des Traditionellen oder Avantgardistischen zu begeben. Legnini zeigt, dass er nicht nur ein ausgezeichneter Jazzpianist ist, sondern auch in der Lage, seiner eignen inneren Stimme folgend, ein schlüssiges Album abzuliefern. Ein Album, das letztlich unterschiedlichste Musikfans zu beglücken in der Lage sein sollte, ohne sich irgendwie gearteten Erwartungshaltungen entgegen zu biegen.