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Donnerstag, 24. Mai 2012 | 00:12

Eric Legnini & The Afro Jazz Beat: The Vox

02.05.2011

Stimmig

Der belgische Jazzpianist, Komponist und Produzent Eric Legnini verbindet auf The Vox verschiedene Einflüsse und bleibt dabei zugänglich. Das Ergebnis dürfte nicht nur eingefleischte Jazz-Fans mit Leichtigkeit überzeugen. Von TOM ASAM

 

Legnini lässt sich nicht auf einen Stil festnageln, er reist seit mehr als 20 Jahren mit offenen Augen und Ohren durch die bunte Welt der (Jazz-)Musik. Dabei näherte er sich im Trio oder in anderen Formationen dem Bob, dem Swing und dem Funk vergangener Zeiten an. Alben wie Miss Soul und Big Boogaloo aus den Jahren 2005 bzw. 2006 sind wohl am ehesten als Souljzazz zu bezeichen. Der Titel der vorliegenden Veröffentlichung deutet es an: Die Stimme spielt hier eine wichtige Rolle, und zwar jene der amerikanischen Sängerin Krystle Warren, mit ihrem bluesigen Timbre. Und dann haben wir noch den programmatischen Zusatz Afro Jazz Beat. Wobei Afro für die rhythmische Seite der Musik steht und Beat auf die moderne Seite und das Loopen und Samplen anspielt.

 

Der Name ist Teil des Programms

Legnini hat zehn von elf Stücken selbst geschrieben, trotzdem handelt es sich bei The Vox selbstverständlich um eine Gemeinschaftsproduktion im besten Sinne. Neben der zentralen Rhythmusgruppe um Drummer Frank Agulhon und Bassisten Thomas Bramerie gibt es eine Bläser-Sektion alter Schule und zwei Gitarristen. Daniél Romeo aus Belgien (eigentlich ein Funk Bassist und langjährigen Freund Legninis) sowie Kiala Nzavotunga. Der Musiker aus dem Kongo ist ein alter Mitstreiter Fela Kutis. Die Stücke auf The Vox bieten Souljazz mit Popappeal, bohren Funk und Folk an, und huldigen den 70er Jahren und den großen Zeiten des Afrobeat ohne sich zu deutlich auf die Schiene des Traditionellen oder Avantgardistischen zu begeben. Legnini zeigt, dass er nicht nur ein ausgezeichneter Jazzpianist ist, sondern auch in der Lage, seiner eignen inneren Stimme folgend, ein schlüssiges Album abzuliefern. Ein Album, das letztlich unterschiedlichste Musikfans zu beglücken in der Lage sein sollte, ohne sich irgendwie gearteten Erwartungshaltungen entgegen zu biegen.

 

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